Mehr Mit- statt Gegeneinander. Christian Feigl über das Radfahren als Reizthema in Neunkirchen.

Von Christian Feigl. Erstellt am 29. September 2014 (10:00)
„Ich weiß, dass Radwege bei uns ein Reizthema sind.“ Neunkirchens ÖVP-Bürgermeister Herbert Osterbauer trifft mit seiner Aussage den Nagel auf den Kopf. Denn es wird hier zur Zeit nichts heißer diskutiert als die neuen Radwege, die wie Schwammerln aus dem Boden schießen. Und auch sicher ihre Berechtigung haben. Denn das Rad als Verkehrsmittel wird in Zukunft noch viel bedeutender werden, als es ohnehin schon ist. Da braucht man nur über den Neunkirchner Tellerrand blicken.

Was aber hier so viele stört, ist die Unverhältnismäßigkeit: Während man dem Radfahrer es erleichtert, den Weg in die Innenstadt so rasch wie möglich zu finden, bleiben die Autofahrer mit ihren Wünschen bzw. jenen der Wirtschaft nach einer Stadt der kurzen Wege buchstäblich auf der Strecke. Dazu kommen noch die teilweise miserablen Fahrbahnzustände in vielen Gassen der Stadt.

Deshalb ja zum Ausbau des Radverkehrs, aber nur wenn andere Wünsche und Notwendigkeiten genauso zum Zug kommen. Ein vernünftiges Mit- statt Gegeneinander würde in dieser Thematik einiges erleichtern.
Leider sind viele Rad- bzw. Autofahrer in ihrer Denkweise noch nicht so weit.