Mehr Ruhe in heikler Debatte. Philipp Grabner über die Anzeige gegen den Neunkirchner Stadtamtschef.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 06. November 2018 (05:00)

Die Situation ist eine für alle Beteiligten außergewöhnliche und besonders heikle: Nach einer Anzeige wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs gegen Neunkirchens Stadtamtsdirektor Robert Wiedner konsumiert dieser vorerst Resturlaub. Der Vorwurf: Wiedner habe Daten bei der Ausschreibung eines internen Postens weitergegeben. Und während das Landeskriminalamt ermittelt, geht SPÖ-Klubchef Günther Kautz in die Offensive – und fordert die Suspendierung Wiedners, bis die Situation restlos geklärt ist.

Und Kautz geht noch weiter, spricht von einem „Geheimtreffen“ zwischen Wiedner und dem Bürgermeister, attestiert dem Stadtchef, alleine keine Gemeinderatssitzung vorbereiten zu können. Was dieser wiederum vehement zurückweist.

Unterm Strich aber bringen all diese Vermutungen und Beschuldigungen keinem etwas. Denn Fakt ist, dass die Ermittlungen gegen Wiedner noch laufen. Ist an dem Fall etwas dran, müssen entsprechende Konsequenzen folgen – Wiedner aber noch während laufender Ermittlungen zu suspendieren, schießt übers Ziel hinaus.