Neuwahlen sind unausweichlich. Über das Politbeben in Schwarzau am Steinfeld.

Von Christian Feigl. Erstellt am 18. Februar 2020 (05:49)

Seit dem SPÖ-internen Putsch, der trotz absoluter Mehrheit die Abwahl des amtierenden Bürgermeisters Günter Wolf zur Folge hatte, ist in Schwarzau am Steinfeld im wahrsten Sinne des Wortes kein Stein auf dem anderen geblieben.

Es herrscht in vielerlei Hinsicht Rätselraten: Zum einen über die Identität des Überläufers, zum anderen über sein Motiv. Mittlerweile verdichten sich auch die Gerüchte, dass die Aktion von langer Hand geplant war. Wenn dem wirklich so war, dann ist es auch doppelt peinlich, dass da die handelnden Personen der SPÖ im Vorfeld nichts mitbekommen haben.
Wie auch immer: Man wird nicht zur Tagesordnung übergehen können.

Denn wenn sich das „schwarze Schaf“ nicht outet, ist für ÖVP-Neo-Bürgermeisterin Evelyn Artner aufgrund derzeit fehlender Mehrheiten ein Regieren nur schwer möglich. Der einzig vernünftige Weg wird zu Neuwahlen führen. Für die SPÖ ein Trapezakt, denn dieser Schuss kann auch sehr leicht nach hinten losgehen.