Populismus ist fehl am Platz. Christian Feigl über die Rücktrittsforderung der Landes-SPÖ an Bgm. Herbert Osterbauer.

Von Christian Feigl. Erstellt am 15. Januar 2019 (02:00)

Auch wenn die Causa Wiedner gerichtlich vorerst beendet ist, ein schaler Nachgeschmack und einige offene Fragen bleiben trotzdem: Warum hat sich beispielsweise Neunkirchens Bürgermeister Herbert Osterbauer auf kein Gerichtsverfahren eingelassen, wenn er doch seine Unschuld beteuert? Und wie soll künftig eine vernünftige Zusammenarbeit zwischen Stadtamtsdirektor Robert Wiedner und der Belegschaft funktionieren, wenn die Vertrauensbasis angeschlagen ist?

Aber immerhin konnte lokalpolitisch einiges geklärt werden: Der Koalitionspartner der Grünen hält zum Stadtchef und für die SPÖ ist zumindest, was diesen betrifft, die Causa erledigt. Dass nun just die Landes-SPÖ Herbert Osterbauer einen Rücktritt nahelegt, ist da fast ein Treppenwitz und zeigt auch von schlechter interne Kommunikation: Denn immerhin haben auch ein SPÖ-Stadtrat in Wr. Neustadt und der Kärntner Landeshauptmann eine Diversion angenommen. Beide Personen sind nach wie vor im Amt. Wenn schon, dann gleiches Recht für alle und kein billiger Populismus!