Erstellt am 17. Januar 2017, 05:00

von Fritz Hauke

Prenner, ein Goldgriff. Fritz Hauke über den neuen Gloggnitzer.

Fast kam schon so etwas wie Mitleid auf. Jürgen Weber, Spielertrainer der SV Gloggnitz, lief sich die Füße wund, um seine Mannschaft für den bevorstehenden Abstiegskampf schlagkräftig zu machen. Doch im Alpenstadion ist die Zeit, als Milch und Honig flossen, vorbei. Weber fehlten dadurch die richtigen Argumente. Und dadurch hagelte es ein „Nein“ nach dem anderen.

Für die ganzen Niederlagen, die ganzen Körbe, die ganzen Absagen wurde Weber in der Vorwoche entschädigt – und landete mit Helmut Prenner einen absoluten Goldgriff. Die Visitenkarte des Ex-Rapid-Profis spricht eine deutliche Sprache. Der Regionalliga-erprobte Außenbahnspieler wird einen Löwenanteil daran haben, dass sich Gloggnitz in der Liga hält. Ein Mann wie Prenner war bitter notwendig – ein emotionaler Leader, ein unumstrittener Chef. Ein Routinier, der ein wenig die Last von Spielertrainer Jürgen Weber nimmt, wenn es darum geht, die junge Mannschaft von Erfahrung weiterzuhelfen.

Und was Gloggnitz mit dem Prenner-Transfer noch gelungen ist: In den nächsten Monaten, in denen Prenner seine Karriere in Gloggnitz ausklingen lässt, hat sich Gloggnitz Zeit verschafft die Mannschaft so aufzustellen, dass sie eines Tages auch ohne diesen Qualitätsspieler im Mittelfeld reüssieren kann.