Respekt sieht anders aus. Über ein Facebookposting von SPÖ-Stadtrat Günther Kautz.

Von Christian Feigl. Erstellt am 27. Mai 2020 (02:37)

Diverse Facebookpostings, die Streitereien und das Hick-Hack im Internet seien der SPÖ bei der Gemeinderatswahl in Neunkirchen nicht bekömmlich gewesen. Das attestierte Spitzenkandidatin und Stadtparteiobfrau Andrea Kahofer in ihrer Analyse nach der Wahlniederlage. Einer, der davon wenig bis nichts hält, ist offensichtlich ihr Stadtrat Günther Kautz: Er bezeichnete zuletzt auf Facebook den Bundeskanzler als „echtes Gfrast“ und verlinkte einen Standardartikel zum Streit zwischen der türkisen Regierung und der Stadt Wien. Dass Politiker öfters zu härteren Worten greifen, ist nichts Neues. Meistens müssen diejenigen, die das tun, auch einiges aushalten und einstecken.

Laut Wörterbuch steht „Gfrast“ übrigens für „nerviges Kind“. Was sich vielleicht ein bisschen weniger schlimm anhört, trotzdem aber despektierlich ist. Daher sollte einem auch der Respekt vor dem fremden und Verantwortung vor dem eigenen Amt gut überlegen lassen, was man öffentlich von sich gibt. Sonst könnte man Gefahr laufen, leicht selbst als „Gfrast“ gesehen zu werden.