So sieht die Zukunft aus. Über die geplatzte Spielgemeinschaft von Schottwien und Schlöglmühl.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 03. Juni 2020 (02:23)

Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt: In der breiten Masse hat der Amateur-Fußball seine goldenen Zeiten weit hinter sich. Die Tage, in denen jedes „Nest“ eine eigene Mannschaft stellte, sind lange vorbei. Und dennoch halten sich noch immer viele Vereine dank der unermüdlichen Arbeit einiger Funktionäre. Sie sind das Herz dieser Klubs und in der Folge auch des ganzen Sports.

Allerdings ist auch der engagierteste Obmann, Sektionsleiter, Platzkassier machtlos gegen den Wandel in der Gesellschaft: König Fußball hat von seinem Glanz verloren. Und auch, wenn er wohl nie den Platz als Volkssport Nummer eins räumen muss, für viele Kinder ist der Fußballverein nicht mehr Sozialisationsmöglichkeit Nummer eins außerhalb der Schule.

Und auch, wenn die Spielgemeinschaft zwischen Schottwien und Schlöglmühl jetzt geplatzt ist – auf Dauer wird wohl auf verschiedenen Plätzen darüber nachgedacht werden, ob nicht ein Schulterschluss zukunfsträchtiger sein kann als das Kochen seiner eigenen Suppe. Und durch Corona werden diese Gedankenspiele noch mehr. Im Nachwuchs wird es bereits vorgezeigt, dass es funktionieren kann. Warum also nicht auch bei den „Großen“?