Über das Ziel geschossen. Über die scharfen Töne der FPÖ Neunkirchen und deren Folgen.

Von Christian Feigl. Erstellt am 13. August 2019 (05:00)

Es ist klar, dass in der politischen Auseinandersetzung manchmal nicht der feinste Ton herrscht und die Formulierungen etwas schärfer gewählt werden. Wenn dabei aber in der jüngsten Aussendung der FPÖ Neunkirchen behauptet wird, dass „die Stadt im Chaos versinke“, man „im eigenen Land fremd geworden sei“ und Neunkirchen „nicht zu einem Saustall verkommen dürfe“, dann ist eine Grenze überschritten worden.

Eigentlich hatte man das Gefühl, dass bei der neuen Führung der FPÖ nun konstruktive Kräfte am Werke sind, die sich weniger der starken Worte und viel mehr der Taten bedienen möchten. Offensichtlich eine trügerische Annahme.
Möglicherweise bedingt auch die in riesigen Schritten nahende Gemeinderatswahl diesen Kurswechsel.

Bei den Kernwählern der FPÖ mag die verbale Keule gut ankommen, ob man damit aber insgesamt nicht über das Ziel hinausgeschossen hat, wird erst das Wahlergebnis zeigen.