Vergesst nicht auf die Läufer. Über die vielen Absagen diverser Laufevents.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 24. Juni 2020 (02:34)

Laufveranstaltungen in Zeiten von Corona haben es nicht einfach. Das wird oft vergessen, weil Laufen zu jeder Zeit möglich war. Doch zwischen Joggen und einem Laufwettkampf besteht ein großer Unterschied.

Den Lauforganisatoren sind die Vorgaben zu hoch, weshalb es heuer keine Gesamtwertung der Lauftour geben wird. Höchstens drei der acht Läufe finden (eventuell) statt. Bei der Buckltour sind gar 60 Prozent der Rennen fix abgesagt.

Während in den vergangenen Jahren Läufe aus dem Boden schossen, gehen sie derzeit unter. Was aus vielen Gründen schade ist. Erstens lechzen Hobbysportler nach richtigen Wettkämpfen. Zweitens sind Läufe gerade für kleine Orte ein soziales und gesellschaftliches Ereignis und drittens stehen etliche Läufe im Zeichen eines wohltätigen Zwecks – Projekte für die gute Sache, die nun ohne oder mit viel weniger Geld dastehen.

Dass die Sorgen, Bedenken und Wünsche der Laufveranstalter nicht gehört werden, ist allerdings kein Wunder. Fast alle sind Einzelkämpfer oder Teil einer regionalen Serie. Das stellvertretende Sprachrohr zur Politik, in Form eines Verbandes, fehlt ihnen. Dennoch braucht es auch hier Lockerungen beziehungsweise praxistaugliche Vorgaben. Nur so kann es im Laufsport wieder richtig laufen.