Verständnis für die ultima ratio. Über Grimmensteins tiefe Corona-Sorgenfalten.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 23. September 2020 (01:45)

Ganz so heiß wie in der Gerüchteküche des Bezirks Neunkirchen am Wochenende gekocht wurde, wurde dann doch nicht gegessen: Vom bereits fixen Rückzug des SV Grimmenstein aus dem Meisterschaftsbetrieb der 1. Klasse Süd war da schon die Rede. Die Vereinsverantwortlichen steigen auf die Bremse, bestätigen aber ihre tiefen Sorgenfalten über den weiteren Saisonverlauf…

Und auch wenn ein kompletter Stopp des runden Leders in Grimmenstein drastisch erscheinen würde – verständlich, wäre er allemal. Dass Fußballsport an sich nur bedingt gesundheitsfördernd ist, ist bekannt – auch ohne Corona. Dieses Risiko geht man als Amateur-Sportler irgendwie immer ein. Wenn aber plötzlich Arbeitsplätze und das wirtschaftliche Überleben auch auf dem Spiel stehen, ist die Entscheidung klar – ohne Fußball geht‘s, ohne Job eher nicht. Deswegen ist es logisch, dass die Hobby-Kicker lieber ihren Arbeitsplatz als ihr Stammleiberl behalten.

Hier muss sich der Verband dazu durchringen in einer Saison wie dieser eine Sonder-Regelung zu finden und nicht gleich mit dem Strafenkatalog zu wedeln. Denn egal, was in Grimmenstein passiert – der Höhepunkt der Coronakrise ist wohl noch nicht erreicht.