Vertrauen hat massiv gelitten. Philipp Grabner über die Affäre rund um Stadtamtsdirektor und Bürgermeister.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 08. Januar 2019 (05:00)

Eines steht wohl außer Frage: Die Causa rund um Neunkirchens Stadtamtsdirektor Robert Wiedner, dem die Weitergabe interner Daten im Zuge einer Stellenausschreibung zur Last gelegt wird, hat dem Ansehen von Rathaus und Stadtpolitik geschadet. Dass auch der Stadtchef als angeblicher „Beitragstäter“ ins Visier der Ermittler geriet, dürfte diesen Umstand nur noch verstärkt haben.

Und auch wenn sowohl Wiedner, als auch Bürgermeister Osterbauer – der jede Schuld von sich weist – einem Gerichtsverfahren mit der Annahme der Diversion ausweichen können, ist die Angelegenheit noch nicht geklärt. Die SPÖ – die in der Vorwoche bemerkenswert sachlich auf die Entscheidung der Staatsanwaltschaft reagierte – hat recht, wenn sie nun lückenlose Aufklärung des gesamten Sachverhaltes fordert. Denn mit Annahme der Diversion – der Osterbauer schon zugesagt hat – mag das juristische Verfahren zwar beendet sein – das Vertrauen aber ist damit noch lange nicht wiederhergestellt...