Wie eine Kiste voller Steine. Über Breitenaus Befreiungsschlag.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 10. September 2019 (00:34)

Geballte Fäuste, lachende Gesichter – und die Welle. Breitenau zelebrierte die drei Punkte gegen Eggendorf nach allen Regeln der Fußballer-Kunst. Während solche Bilder fast nach jedem Spiel zu sehen sind, war an dieser kleinen Feier doch etwas anders: Denn Breitenau fiel nach dem zweiten Sieg in Folge kein Stein vom Herzen – sondern eine ganze Kiste davon!

Verstummt sind die Negativisten, die dem Liga-Neuling ein ähnliches Schicksal prophezeiten, wie es der Verein bereits beim Aufstieg in die Gebietsliga erlebte – damals dauerte es bis zur sechsten Runde, bis Breitenau den Fluch brechen und zum ersten Mal gewinnen konnte. Leise sind auch die Kritiker, die Breitenau gar die Liga-Tauglichkeit absprechen wollte.

Die Mannschaft von Trainer Christopher Maucha hat spätestens am Freitag in Eggendorf gezeigt, dass niemand überrascht sein braucht, wenn in der Endabrechnung eine schöne, schlanke einstellige Zahl in der Tabelle neben dem Vereinsnamen aufleuchten sollte.

Klar, fußballerische Feuerwerke, Offensivspektakel und Co. werden seltener als in der Gebietsliga zu sehen sein – das liegt aber in der Natur der Sache. Das ist eine Mannschaft, die sich ihre Punkte über Kampf, Leidenschaft und Disziplin holt – und davon noch genug.