Die Gesundheit geht einfach vor. Über eine nachvollziehbare Entscheidung im Leben eines Hobbysportlers.

Von Franz Amschl. Erstellt am 04. Februar 2020 (02:18)

Nach Marco Geyer steht ein weiteres Karriereende aus gesundheitlichen Gründen beim USV Scheiblingkirchen unmittelbar bevor. Anders als bei Marco Geyer, der innerhalb weniger Jahre mehrere Kreuzbandrisse wegzustecken hatte, ist es bei Raphael Schwab die Hüfte, die kontinuierlich Probleme macht.

Auch wenn bei Schwab das letzte Wort noch nicht gesprochen ist, sieht es ganz danach aus, als ob er nicht mehr auf die Landesligabühne zurückkehren wird. Rein theoretisch wäre ein Comeback noch einmal möglich, der Preis dafür könnte aber ein sehr hoher sein. Mit 25 Jahren hätte Raphael Schwab zwar noch viele Jahre auf dem Fußballfeld vor sich, im Vergleich zum Leben nach der Fußballerkarriere sind diese Jahre aber nur ein Bruchteil.

Das Risiko, sich einen dauerhaften Schaden an der Hüfte zuzufügen, wäre einfach zu groß und würde in keiner Relation zu den Schmerzen und Einschränkungen der Lebensqualität stehen, die ein dauerhafter Hüftschaden nach sich ziehen könnte. Daher ist es nachzuvollziehen, sollte sich Schwab für die Gesundheit und gegen die Fortsetzung der Sportlerkarriere entscheiden. Auch wenn das jähe Karriereende für einen jungen Sportler wohl eine Art Ende mit Schrecken darstellt, so ist es immer noch besser als ein Schrecken ohne Ende.