Unterschätzen war gestern. Über Scheiblingkirchens neue Ausgangslage.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 09. Oktober 2019 (01:48)

Man braucht gar nicht allzu Geschichte-affin sein, um sich an Scheiblingkirchens Debüt-Saison in der 1. Landesliga zu erinnern. Im Sommer 2017 schaffte der USV den Sprung ins niederösterreichische Oberhaus – und etablierte sich mit Platz fünf im absoluten Spitzenfeld. Das große Ass auf der Hand von der Mannschaft von Coach Thomas Husar? Viele Gegner belächelten den Emporkömmling aus dem beschaulichen Pittental, unterschätzten den damaligen Liga-Frischling – und bezahlten einen hohen Preis.

Allerdings erhielten die Gegner des USV Scheiblingkirchen für dieses schmerzhafte Lehrgeld eine entsprechende Gegenleistung. Das Wissen, dass mit der Truppe aus dem Landes Süden nicht zu spaßen ist – und dass sie bei zu viel Platz, die Qualität haben, jedem Gegner richtig weh zu tun. Beispiel Kottingbrunn – die brauchten fünf Anläufe um die USV-Nuss zu knacken.

Scheiblingkirchen befindet sich spätestens seit dieser Saison in einer neuen Ausgangssituation – unterschätzt wird in der Liga Koglbauer, Ressler, Steiner und Co. nämlich niemand mehr. Und dementsprechend wird auch ihr Spiel danach gerichtet. Jetzt liegt es an Mannschaft und Trainer, auch für diese Herausforderung eine Lösung zu finden.