Weit weg von den Ansprüchen. Über den Titelkampf in der 2. Klasse Wechsel.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 17. September 2019 (01:15)

Ein Meisterjahr, eine gute Aufstiegssaison, dazu die Draufgabe mit Meistercup plus die Fast-Sensation gegen Bundesligist St. Pölten – Gloggnitz surfte in den vergangenen zwei Jahren auf der Erfolgswelle. Der Himmel im Alpenstadion voller Geigen und das in der Dauerschleife. Und dann auch noch im Sommer nachjustiert, den Kader noch mehr an die neue Liga angepasst – was soll im zweiten Jahr seit der Landesliga-Rückkehr schief gehen? Ein Platz unter den ersten Fünf könnte es werden, vielleicht sogar mehr, man wird ja noch träumen dürfen…

Beim Träumen bleibt es vorerst. Denn der Boden der Realität ist hart. Klar kann man die Tabelle so lesen, dass die Mannschaft von Trainer Thomas Leonhardsberger erst eine Niederlage einstecken musste – allerdings überwiegt der „Donut“ in der Sieges-Spalte. Der klaffende Nuller tut weh, kein Sieg in den ersten fünf Spielen ist einfach weit weg von den eigenen Ansprüchen. Und den Ansprüchen aus dem Umfeld.

Der große Wurf, die unausgesprochene Sensation ist damit vom Tisch, das ist amtlich. Allerdings ist die Qualität im Kader der SV Gloggnitz zu hoch, um sich mittel- oder langfristig ernsthaft Sorgen zu machen. Denn Gloggnitz wird spätestens im November den Abstiegskampf ad acta gelegt haben.