Payerbach auf der Suche nach neuem Freibadpächter. Die bisherige Betreiberin Scarlet Schuster kündigte den Vertrag und nennt unter anderem den Vizebürgermeister als Grund.

Von Tanja Barta. Erstellt am 13. Februar 2020 (05:57)
Für das Freibad in Payerbach wird derzeit nach einem neuen Pächter gesucht.
Tanja Barta

Aktuell keinen Pächter für das Freibad hat die Gemeinde Payerbach. Die ehemalige Betreiberin Scarlet Schuster zog sich bereits im Oktober 2019 aus dem Vertrag zurück, jetzt machte sie diesen Schritt via Facebook auch öffentlich. Unter anderem gibt sie der Marktgemeinde, im besonderen ProPayerbach-Vizebürgermeister Jochen Bous, die Schuld an ihrem Rückzug.

„Anmaßung des Vizebürgermeisters“: Bous ist sich keiner Schuld bewusst

„Hiermit möchte ich offiziell meinen Ausstieg aus dem Geschäftsführungsvertrag, in dem ich als Geschäftsführerin des Freibad Payerbach in den letzten Jahren tätig war, veröffentlichen“, schreibt Schuster auf der Facebook-Seite des Freibades. Sie habe das Freibad wieder aufgebaut und innerhalb von vier Jahren den Saisonkartenverkauf verneunfacht. Doch die Zusammenarbeit zwischen ihr und der Gemeinde konnte laut Schuster nicht aufgebaut werden.

Ins Visier nimmt sie dabei auch Vizebürgermeister Jochen Bous: „Aus professioneller Sicht habe ich Sie, meine Badegäste, nicht über diesen sowie verschiedene weitere Vorfälle, wie auch die von mir nicht tolerierbare Anmaßung des Vizebürgermeisters Jochen Bous informiert.“ Schuster bedankt sich bei allen Kunden für ihre Treue.

Auf Anfrage der NÖN ist sich Bous keiner Schuld bewusst. „Sie ist am 31. Oktober von ihrer Seite aus aus dem Vertrag zurückgetreten. Ich habe sie dann auch gefragt, warum sie das macht und da meinte sie nur, das müsse ich wissen. Ich bin mir aber keiner Schuld bewusst!“, so Bous. Außerdem hat es auch aus seiner Sicht immer wieder Probleme gegeben: „Egal, was der Bauhof gemacht hat, es war immer falsch“, erzählt der Vize.

Wer Interesse an der Pachtübernahme hat, kann sich bis 21. Februar am Gemeindeamt melden. „Es gibt schon einige Interessenten“, freut sich Bous.