Kuckuck schließt: Sperrstund‘ für immer. Nach 30 Jahren ist Schluss mit dem Kultlokal. Betreiber „Gekko“ Hauser hat neue Herausforderung gefunden.

Von Christian Feigl. Erstellt am 29. September 2014 (09:38)
NOEN, Feigl
Nach über 30 Jahren schloss das Kultlokal »Kuckuck« in der Herrengasse am Wochenende seine Pforten.

Aus und vorbei! Am Samstag endete eine Ära, die das Nachtleben in Neunkirchen über Jahrzehnte prägte: Das über die Bezirksgrenzen hinaus bekannt gewordene Kuckuck-Beisl in der Herrengasse schloss nach 30 Jahren seine Pforten.

Lärm und Vandalismus in der einstigen Partymeile

Die Blüte erlebte das legendäre Lokal in den Achtziger- und Neunziger-Jahren des vorigen Jahrtausends, als es Abende gab, wo es kaum möglich war, einen Stehplatz zu ergattern. Von weit her kamen die Gäste, genossen das besondere Flair, Live-Musik und DJ-Abende.

Mit der Vorverlegung der Sperrstunde durch den mittlerweile verstorbenen Bürgermeister Herbert Kautz und dessen damals einhergehenden und auch notwendigen Kampf gegen Lärm und Vandalismus in der einstigen Partymeile, verlor auch das Lokal seinen Glanz, zuletzt führte es Bernhard „Gekko“ Hauser als Stadtheuriger, der große Erfolg ließ aber auf sich warten.

„Das und meine berufliche Neuorientierung – das Nachtgeschäft kann man nicht ewig machen – haben mich nun zu der Schließung veranlasst. Natürlich war das kein leichter Schritt“, erklärt er im Gespräch mit der NÖN die Beweggründe.

Interesse von Nachfolgern für eine Übernahme

Franz „Franky“ Hauser, der als Vermieter auftrat, kann den Entschluss seines Bruders verstehen: „Er hat jetzt beruflich umgesattelt, da geht sich dieses Geschäft nicht mehr aus!“

Allerdings bestätigt er, dass es Interesse von Nachfolgern für eine Übernahme gibt: „Unter dem Namen Kuckuck wird das dann aber nicht mehr laufen“, so Hauser. Konkretes wollte er aber noch nicht verraten. Nur soviel: „Es kann sein, dass wir in Zukunft einige Veranstaltungen unter dem traditionellen Namen durchführen!“