Andi Lechner aus Kirchberg/W.: "Menschen sollen sich in Texten finden"

Musiker Andi Lechner legt mit „Alice In Contraland“ ein neues Album vor.

Erstellt am 28. Oktober 2021 | 06:19
Andi Lechner
Andi Lechner (33) ist „The Ghost And The Machine“ und präsentiert „Alice In Contraland“ am Freitag im Radiokulturhaus Wien.
 
Foto: Fullmax Recordings/Lara Cortellini

„Ein jeder hat sein Binkerl zu tragen!“ Davon ist Andi Lechner überzeugt. Und widmet sich daher in seinen Liedern „dem gesamten Spannungsfeld des Menschseins“, wie er sagt: „Ein jeder Mensch soll sich in den Texten finden, ein jeder soll das für sich interpretieren können!“

Das gilt auch für das neueste Album des Kirchbergers, das morgen, Freitag, im ORF-Radiokulturhaus im Rahmen des Release-Konzerts vorgestellt wird. Wobei es sich bei „Alice In Contraland“ ja fast schon um ein Doppelalbum handelt. Auf beiden Tonträgern finden sich zwar die selben Lieder, „doch auf dem einen in akustischer, auf dem anderen in elektronischer Version“.

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Die musikalische Karriere von Andi Lechner, der in der Branche mittlerweile als „The Ghost And The Machine“ – eine Anspielung auf ein Buch des Schriftstellers Arthur Koestler – bekannt ist, startete recht traditionell: Im Alter von sieben Jahren erlernte er die Blockflöte, weitere Instrumente folgten. Er studierte Jazzgitarre in Wien und begann, eigene Songs zu schreiben. 2016 erschien sein erstes Album mit Band, 2018 folgte das nächste.

Die Stilistik, der sich Lechner auch in seinem neuesten Album widmet, nennt sich „Dark Academia Pop“ und wurzelt in einer durch einen Social-Media-Trend entstandenen Jugendbewegung. Junge Menschen, die dem Trend folgen, hegen zum einen eine Affinität zu alten Büchern, Kunst oder Vintage-Kleidung, verschließen sich aber auch vor dem modernen Leben nicht. „Diese Mischung aus Alt und Neu hat mich immer interessiert, daher habe ich mich für diese Richtung entschieden“, meint er.

Die Coronakrise war für den Kirchberger, der auch in Wien lebt, ein Auf und Ab. „Nach einer anfänglichen Schockstarre war ich recht produktiv und habe viel geschrieben. Kunst profitiert manchmal von einem gewissen Leidensdruck“, meint er.

Produziert hat Lechner „Alice In Contraland“ mit Kollege Daniel Pepl, Restkarten für das Konzert gibt es noch.