Karen McDawn: Vom Traum, Countrysängerin zu werden

Karin Valenta (Karen McDawn) erfüllte sich ihren Traum: Sie wurde Country-Sängerin.

Erstellt am 15. Januar 2022 | 05:49
Lesezeit: 2 Min
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Karen McDawn tritt im Frühjahr in Gloggnitz auf.
Foto: Tamás Száraz

Sie wurde sozusagen in die Kunst hineingeboren. Die gebürtige Neunkirchnerin Karin Valenta wusste schon seit ihrer Kindheit, dass sie Sängerin werden will.

„Durch meine Eltern, die sich seit Jahren für die indianische Kultur interessieren, bin ich zur Country-Musik gekommen, aber auch durch die Karl May-Generation“, erinnert sich Valenta. Die Musical-Schauspielerin und ihr Bruder Marco spielten mehrmals die Hauptrollen als „Nscho-tschi“ und „Winnetou“ bei den Winnetou-Festspielen in Wagram.

Heute widmet sie sich nur mehr dem Gesang. „Ich war schon während der Musicalausbildung das Country-Girl mit Jeans und Boots, wogegen die anderen Mädchen immer schön angezogen waren“, muss die Sängerin schmunzeln.

Die Ausschreibung einer deutschen Plattenfirma erfüllte schließlich ihren Lebenstraum. Die Plattenfirma war auf der Suche nach einer Country-Sängerin. Valenta schaffte die Aufnahme und veröffentlichte im Jahr 2008 unter ihrem Künstlernamen Karen McDawn die erste Single „How Do You Do“. Bereits die zweite Single „Cajun Hoedown“ wurde – unter dem deutschen Country-Label „Amazing Records“ – ein voller Erfolg. „Der Song ist 2016 durch die Decke gegangen. Bei den ,I Tunes‘-Download-Charts in Litauen platzierte sich der Song in der Kategorie Country auf Platz zwei. Zwischen Don Henley und Johnny Cash“, erzählt sie der NÖN stolz.

Wohl wissend, dass das Genre Country-Musik in Österreich nur eine kleine Fangemeinde hat, bewältigt Karen McDawn heute ihren Lebensunterhalt mit der Musik. Was noch fehlt sind Auftritte in Amerika – aber darüber habe sie ohnehin noch nie nachgedacht. „In Nashville gibt es so viele gute Sänger und Musiker. Ich möchte die Country-Musik moderner machen, Pop-Rock- Elemente mit reinnehmen und vor allem die Country-Musik in Österreich noch populärer machen“, so McDawn.

Aktuelle CD wurde in Nashville produziert

Die Sängerin hofft, heuer so oft wie möglich auf der Bühne zu stehen. Mit im Gepäck: Ihre aktuelle CD  „To the Moon and back“, produziert in Nashville (USA), wo ihr Produzent Darrell Toney dafür die besten Nashville Session-Musiker ins Studio holte, unter anderem Brent Mason.  „Wenn man Country-Musik macht und man will, dass es so klingt, dann muss man das drüben machen“, verrät Karen McDawn, „man hat das Gefühl, es liegt dort in der Luft, was den Sound ausmacht.“ Auf der Bühne steht McDawn des Öfteren auch mit Steve Criss oder ihrer Band.

Des Geldes wegen macht sie aber keinesfalls Musik: „Ich bin Künstlerin und bin glücklich, auftreten zu dürfen. Wenn das länger nicht der Fall ist, verfällt man. Meine Medizin ist die Bühne.“