Neue Gloggnitzer Kulturreihe soll Stadt und Region beleben

Erstellt am 02. Januar 2022 | 05:36
Lesezeit: 3 Min
Die Kulturreihe „moz art“ soll im ersten Jahr 6.000 Besucher locken und Wertschöpfung im sechsstelligen Bereich bringen.
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Als historische Chance sieht man in der Stadt das Projekt „moz art“ (die NÖN berichtete). Damit will man der Stadt, aber auch der Region neue und langfristige Impulse geben. Bis zu 60 Veranstaltungen sind geplant – Höhepunkte sind Festwochen, eine davon im Juni mit dem Auftritt der Berliner Symphoniker.

„Das Schulzentrum wird zur Philharmonie und damit auch doppelt genutzt. Und es hat eine tolle Akustik“, schwärmt der künstlerische Leiter Johannes Kropfitsch. Das neue Schulzentrum bietet um die 500 Zuhörern Platz. Dafür sind, so Kulturstadtrat Peter Kasper („Wir für Gloggnitz“), nur wenige Adaptionen notwendig. Das mit dem Bauherrn-Preis ausgezeichnete Schulzentrum ist nur eine von mehreren Spielstätten. Das Schloss, die Kirche, der Stadtsaal und das Renner-Museum finden sich ebenso wieder wie das Schloss Stuppach von Rita und Reinhard Zellinger.

„Zwei Schlösser und eine Stadt“

Und gerade das Schloss Stuppach ist über das Mozart-Requiem untrennbar mit dem Komponisten verbunden. Als „Mozarts letztes Schloss“ war und ist Stuppach schon seit Jahren weit über die Grenzen des Bezirkes hinaus bekannt. Schlossherr Reinhard Zellinger hat in seinem Buch „Mozarts letztes Schloss“ das Thema aufgearbeitet. „Wir stimmen uns natürlich eng mit Schloss Stuppach ab und sind der Familie Zellinger auch zu aufrichtigem Dank verbunden“, so Peter Kasper, der zudem meint, dass „zwei Schlösser und eine Stadt den Dreiklang und eine einzigartige Situation“ ergeben. Der Kulturstadtrat ist auch Obmann des Vereines „moz art“, der im Sommer in das Vereinsregister eingetragen wurde.

Klassische Konzerte und Gegenwartsmusik

Neben den Berliner Symphonikern sind auch Konzerte der Symphonieorchester aus Ungarn und der Slowakei geplant. Neben diesen klassischen Konzerten mit bekannten Solisten und Ensembles werden auch Veranstaltungen aus dem Bereich elektronischer und Gegenwartsmusik das erste Jahr bespielen.

Auch die heuer erfolgreich organisierte Sommerbühne im Brunnenhof des Schlosses wird integriert. Stolz ist Peter Kasper auch darauf, dass das Budget auf Schiene ist. Neben der Gemeindeförderung von 70.000 Euro hat auch das Land Fördermittel in Aussicht gestellt. „Es ist alles kalkuliert und transparent. Wir werden auch keine Monstergagen zahlen“, so Kasper. Und auch die Wirtschaft kann über Sponsormodelle einsteigen. „Wir erfahren hier viel Zuspruch“, zeigt sich auch Bürgermeisterin Irene Gölles (Liste „Wir für Gloggnitz“) positiv über die bisherigen Rückmeldungen zu dem Kulturprojekt.

Dieser Tage gab es auch ein Online-Meeting mit interessierten Wirtschaftstreiben und Vertretern von Vereinen und Institutionen. Im ersten Jahr rechnet man mit rund 6.000 Besuchern und einer Wertschöpfung im sechsstelligen Eurobereich.

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