Land stellt Ultimatum beim Skigebiets-Plan. Erweiterung St. Corona / Das Land fordert nun die unterzeichneten Verträge mit den Grundbesitzern, sonst ist das Projekt gestorben.

Erstellt am 25. November 2013 (23:59)
NOEN, St. Corona
Von Karin Egerer

Die Zukunft des Skigebietes und Liftes in St. Corona ist weiter äußerst ungewiss, nun hat das Land der Region ein Ultimatum gestellt. In einer Woche müssen Unterlagen geliefert werden, sonst sei das aktuell geplante Projekt vom Tisch.

Für das aktuelle Konzept, an dem sich das Land mit elf Millionen beteiligen würde, gebe es Interessenten, allerdings fehlen Unterlagen der Gemeinde. „Es geht dem Land einzig und allein darum, dass etwas weiter geht. Es war ja von Anfang an Ende Oktober als Entscheidungstermin ins Auge gefasst worden. Da aber von der Gemeinde nichts gekommen ist, musste das Land eine Deadline setzen. Denn sonst gehen sich die baulichen Maßnahmen auch für die geplante neue Sommerrodelbahn im kommenden Jahr nicht aus“, erklärt Lukas Reutterer, Sprecher der zuständigen Tourismus-Landesrätin Petra Bohuslav.

Für ÖVP-Vizebürgermeister und Sprecher der „Arbeitsgemeinschaft St. Corona“ Michael Gruber kam die Deadline von Freitag, 29. November, hingegen sehr überraschend. „Ich verstehe zwar die Beweggründe von Landesrätin Bohuslav, aber es ist ja nicht so, dass wir im vergangenen halben Jahr nicht an dem Projekt gearbeitet hätten“, so Gruber.

Grundstücksablösen  brauchen ihre Zeit

Die Verträge sind bereits abgeklärt und liegen seit vergangenem Donnerstag beim Notar zur Unterschrift auf, ebenso der Kooperationsvertrag. „Was noch fehlt, ist eben die Unterzeichnung der Wasser-, Nutzungs- und Wegerechte. Aber ich bin mir sicher, dass wir das bis Mittwoch schaffen werden“, gibt sich Gruber zuversichtlich.

Es handelt sich um ungefähr zehn Grundstücke, die jedoch teilweise drei verschiedenen Besitzern gehören. „Das geht eben nicht von heute auf morgen.“

Wird die Deadline nicht eingehalten, bedeutet dies das Ende für das Skigebiet. „Das wäre natürlich eine Katastrophe für unsere Region“, so Gruber. „Daher werden wir natürlich alles daran setzen, die gesetzte Frist des Landes einzuhalten.“

Nachbarbürgermeister Willi Fuchs aus Kirchberg, der die Finanzbelange des Projekts unterstützte, meint: „Einerseits habe ich nicht mit dieser Vorgangsweise des Landes gerechnet, andererseits sind wir froh, wenn sich etwas tut.“