Diskussion in Thomasberg: Was Land und Region bewegt

Erstellt am 14. Juli 2022 | 04:44
Lesezeit: 2 Min
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Landesamtsdirektor Werner Trock, Politologe Peter Filzmaier, „NÖ.Regional“-Geschäftsführerin Christine Schneider, Bundesrat Martin Preineder (ÖVP), Bezirkshauptfrau Alexandra Grabner-Fritz, Diskussionsleiter und ORF NÖ-Chefredakteur Benedikt Fuchs sowie Sektionschef a. D. Manfred Matzka.
Foto: Philipp Grabner
Auf Einladung der „NÖ.Regional“ kamen Regionsvertreter mit Experten zusammen.
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Mit Bewunderung – und wohl auch ein wenig Neid – betraten die Gäste den Veranstaltungsraum: Das Betriebsrestaurant „franz“ des renommierten Unternehmens F/LIST in Olbersdorf hinterließ auch bei ORF NÖ-Chefredakteur Benedikt Fuchs, der als Moderator durch den Abend führte, bleibenden Eindruck. „So eine Kantine haben wir beim ORF nicht“, stellte er zu Beginn des Abends fest.

Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Wirtschaft, Verwaltung und den Gemeinden waren zum letzten Stopp der Regionalveranstaltungen im Zuge der Landesstrategie 2030 erschienen. Den Anfang genommen hatte der Prozess bereits im Vorjahr mit einer groß angelegten Bürgerbefragung, an der sich mehr als 110.000 Landsleute beteiligt hatten. Auf etliche Expertenrunden folgten zuletzt die Regionalveranstaltungen, die mit dem Termin im Industrieviertel am Donnerstag ihren Abschluss fanden.

Experten-Plädoyer für die „professionelle Verwaltung“

Politologe Peter Filzmaier, nicht zuletzt bekannt durch die „ZiB 2“, führte im Auftrag des Landes die Befragung durch – und war auch zum regionalen Stopp in Thomasberg gekommen. Die Befragung sei, nicht zuletzt auch aufgrund des „enormen Rücklaufs“, ein spannendes Projekt gewesen, so Filzmaier: Er sei „nicht bekannt dafür, Politik leichtfertig zu loben“, so der Politologe launig, doch es sei zu honorieren, dass das Land über eine Wahlperiode hinaus denke.

Hauptthema des Abends in Thomasberg war die Frage „Wie organisieren wir uns morgen“. Manfred Matzka, einst Sektionschef im Bundeskanzleramt, gab dabei ein Plädoyer für die „professionelle Verwaltung“ ab, wie er sagte – und nannte Transparenz, eine proaktive Kommunikation und den Ausbau des Breitbands als wichtige Grundpfeiler.

Gernot Zottl, Stadtamtsdirektor in Ternitz, ortete Mängel in der Bevölkerung, was das Wissen über die Verwaltung angeht: „Der Begriff wirkt oft grau – wenn man dann aber mal definiert, was Verwaltung alles ist, wird es viel bunter.“

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