Straßenloch einer Landstraße am Semmering fordert Experten & Anrainer

Der Einbruch einer Landstraße am Semmering sorgte im Sommer für Aufregung. Verantwortlich könnte ein still gelegtes Bergwerk sein.

Erstellt am 04. Dezember 2021 | 05:21
Lesezeit: 1 Min
Straßenloch fordert Experten & Anrainer
Die Straße wird laut aktuellen Einschätzungen auch im kommenden Jahr gesperrt bleiben. Bohrungen sollen nun bei der Ursachenforschung helfen.
 
Foto: Straßenbauabteilung

 Wie die NÖN berichtete, kam es im Juli zu einem plötzlichen Einbruch der Fahrbahn auf der L 4170, die seitdem für den Verkehr gesperrt ist. Am 22. November fand eine behördliche Verhandlung statt, bei der beschlossen wurde, umfangreiche Tiefenerkundungen einzuleiten, da ein kausaler Zusammenhang mit dem ehemaligen Gipsbergbau „Haidbachgraben“ nicht ausgeschlossen werden kann. Immerhin führen Stollen unter der Straße durch. „Insgesamt werden an acht Stellen Löcher gebohrt, die bis zu 40 Meter tief hinunter gehen und die Beschaffenheit des Untergrundes erkunden“, weiß der Leiter der Straßenbauabteilung Wiener Neustadt Klaus Längauer.

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Ziel ist es, die Ursachen für den Einbruch bzw. die dauerhafte Herstellung der Stand- und Verkehrssicherheit im dortigen Bereich zu ergründen. Aufgrund der vorgefundenen komplexen Situation vor Ort ist eine umfangreiche Untergrunderkundung zur Erstellung eines Sanierungskonzeptes unumgänglich.

Diese Erkundungen umfassen unter anderem Rotationskernbohrungen mit Bohrkerngewinnungen, Wasserabflussmessungen und Wasserbeprobungen im Bereich des Haidbaches und der Grubenwässer. Die Straßensperre wird noch mindestens das gesamte kommende Jahr aufrechterhalten und die Bevölkerung ausdrücklich ersucht, sich von der Gefahrenstelle aus Sicherheitsgründen fernzuhalten.