Zwei Patinnen für den neuen Most. Die Obst-Most-Gemeinschaft lud in die Landwirtschaftliche Fachschule Warth zur schon traditionellen Mosttaufe. Patinnen waren heuer Warths Bürgermeisterin Michaela Walla sowie Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 21. Januar 2020 (06:51)

Dass die Mosttaufe am Montagabend, 20. Jänner, über die Bühne ging, hatte einen ganz besonderen Grund: Schließlich feiert der Heilige Sebastian, der Patron des Obstmostes, just an diesem Termin seinen Namenstag. Was Mostprinzessin Katharina I. gleich dazu animierte, dem (nicht anwesenden) Bundeskanzler vorzuschlagen, „seinen Namenstag mit einem Krügerl Most zu feiern“, wie sie bei der Begrüßung anmerkte.

Als Mostpatinnen standen schließlich ohnehin zwei Politikerinnen bereit: Zum einen Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP-nominiert), zum anderen Warths Bürgermeisterin Michaela Walla (ÖVP). Während Walla für einen Braeburn-Apfelmost Patin war, war Teschl-Hofmeisters Most ein Roter Berlepsch. Michael Simon übernahm die Vorstellung der Moste: Während er Wallas Produkt „strahlend, leicht, mit türkisen Reflexen“ (Lob von ÖVP-Abgeordnetem Hauer aus dem Publikum) sowie „fein würzig“ beschrieb, ordnete er Teschl-Hofmeisters Most „hellgelb, extrem frisch, jugendlich, mild-würzig mit einem Hauch Zartbitter“ ein. Allgemein hielt er fest: „Nach der Gärung bleiben alle Inhaltsstoffe der gepressten Früchte erhalten.“ Es sei also „egal, ob ich in einen Apfel beiße oder einen Most trinke – ich lebe immer gesund“, so Simons heiteres Fazit.


Lob für Arbeit der Mitgliedsbetriebe

Von den beiden Patinnen gab es lobende Worte für die Obst-Most-Gemeinschaft, ihre Mitgliedsbetriebe und das Engagement dieser. „Ohne bäuerliche Produkte würde es traurig ausschauen bei uns“, meinte etwa Ortschefin Walla. Und Landesrätin Teschl-Hofmeister lobte in ihrer Funktion als Bildungsreferentin die Arbeit der Landwirtschaftlichen Fachschule. Dass sie an dem Abend kein Dirndl trug („Ich hatte leider keine Zeit zum Umziehen!“), missfiel ihr: „Weil ich es gerne trage. Aber denken Sie sich einfach, ich trage mit diesem Kleid die Farbe der Apfelblüte“, erklärte sie humorvoll.


Die Mostsegnung nahm schließlich Pfarrer Wolfgang Berger aus Puchberg vor, die musikalische Umrahmung übernahmen die Mitglieder des Männergesangsvereins „Glück auf“ aus Grünbach unter der Leitung von Martin Bramböck.  

Neue Abgeordnete als nächste Patin?


Eine Mostpatin fürs kommende Jahre hatte Prinzessin Katharina I. bei der Begrüßung, die sie gemeinsam mit Obmann Karl Posch vornahm, übrigens bereits im Visier. Dass Klaudia Tanner, seit kurzem Verteidigungsministerin, letztes Jahr als Patin fungierte, zeige, „dass eine solche Patenschaft sehr gut für die Karriere sein kann“, wie sie anmerkte. Die designierte ÖVP-Landtagsabgeordnete Waltraud Ungersböck sei daher eine ideale Kandidatin für das nächste Jahr, so Katharina I.  

Unter den Gästen, die anschließend von den Schülern der Landwirtschaftlichen Fachschule verköstigt wurden, befanden sich auch ÖVP-Landtagsabgeordneter Hermann Hauer, die Bürgermeister Johann Gneihs (Wartmannstetten) und Herbert Osterbauer (Neunkirchen, beide ÖVP), Direktor Franz Aichinger und viele andere mehr.