Massaker im Teich. Gemeinde wollte Gewässer mit Karpfen besetzen. Über diesen Festschmaus freute sich aber nur der Fischotter.

Von Christian Feigl. Erstellt am 17. August 2015 (09:00)
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Bürgermeister LAbg. Rupert Dworak und Bauhofleiter Bernhard Feurer beweisen Galgenhumor und wollen für einen Neubesatz des Naturparkteiches sorgen.
NOEN, Stadtgemeinde

Bürgermeister LAbg. Rupert Dworak ist mächtig verärgert: Ein Fischotter hat im Naturpark ein Massaker angerichtet. Er verspeiste über 30 im Teich ausgesetzte Karpfen.

Leichter fang für den Fischotter

„Unsere Bemühungen, diese Fischart im Teich des Naturparks anzusiedeln, wurden von einem Fischotter innerhalb kürzester Zeit zerstört. Die 30 ausgesetzten Karpfen waren für den Fischotter ein festlich gedeckter Tisch“, so der Stadtchef.

Insgesamt ließ sich das gefräßige Tier die rund 200 Euro Euro teure Investition fürstlich schmecken. Übrig geblieben sind lediglich Fischköpfe und Gräten.

Dennoch plant Dworak als Obmann des Vereines „Naturpark Sierningtal – Flatzer Wand“ gemeinsam mit Bauhofchef Bernhard Feurer, beide sind leidenschaftliche Fischer, das Projekt 2016 nochmals zu wiederholen, sobald der Fischotter sich in einem anderen Teil des Naturparks angesiedelt hat. „So schnell geben ein Bürgermeister und ein Profifischer wie Bernhard Feurer nicht auf“, so die abschließende Kampfansage an den gefräßigen Störenfried.

In den letzten Jahren sind rund 100.000 Euro in die Sanierung der Naturparkhütte, Spielgeräte und einer barrierefreien WC-Anlage geflossen. Zum Projekt gehört aber auch, dass im Teich des Naturparks heimische Fische angesiedelt werden sollen.