Schulbank statt Bankfiliale: Neue Leiterin für VS. Eva-Maria Leitner-Glanz ist neue Leiterin der VS Mönichkirchen – ein „Traumjob“, wie sie sagt.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 12. Dezember 2019 (04:32)
Auch die „Leseecke“ wurde an der Volksschule Mönichkirchen zuletzt neu gestaltet: Schulleiterin Eva-Maria Leitner-Glanz mit den Kids der ersten und zweiten Schulstufe.
Philipp Grabner

In ihrer Lebensplanung stand es nicht, einmal Schulleiterin zu werden. Viel eher, als Lehrerin in der Klasse zu stehen. Nun macht Eva-Maria Leitner-Glanz beides: Vormittags steht sie gemeinsam mit einer Kollegin vor insgesamt 21 Schülern in einer Mehrstufenklasse und unterrichtet dort Lesen, Schreiben und Rechnen – am Nachmittag erledigt die 39-Jährige aus Aspangberg-St. Peter ihre Kanzleiarbeit.

Dass die Tätigkeit da eine besonders vielfältige ist, liegt auf der Hand: „An einer so kleinen Schule ist man als Leiterin quasi für alles verantwortlich – von der Tafelkreide bis hin zur Ausstattung“, erzählt die frühere Bankangestellte – die sich nach einigen Jahren entschloss, Lehrerin zu werden und an der Pädagogischen Hochschule Baden studierte.

Die Umstellung von einer großen Schule – Leitner-Glanz unterrichtet zuvor an der VS Gumpoldskirchen im Bezirk Mödling – sei natürlich groß gewesen: Doch schon bald erkannte die Pädagogin die vielen Vorteile an einer kleinen „Dorfschule“ – und an der Mehrstufenklasse, in der Kinder von der ersten bis zur vierten Schulstufe unterrichtet werden: „Natürlich ist es eine große Herausforderung, aber man hat die Möglichkeit, noch viel individueller auf die Kinder einzugehen. Und besonders schön ist es zu beobachten, wie die Viertklässler den Kleinen helfen – ohne, dass man sie dazu auffordert“, plaudert Leitner-Glanz aus dem Schulalltag. Seit sie die Agenden von Vorgängerin Sonja Teigl, die in die Karenz ging, übernommen hat, hatte die leidenschaftliche Jägerin auch schon ein paar Großprojekte zu leiten – etwa die Gestaltung des Schulgartens.

Am Herzen liegt es ihr auch, Schwerpunkte zu setzen: „So haben wir etwa vier Pensionistinnen, die regelmäßig als ,Leseomas‘ fungieren“, freut sie sich. Ob ihr Job ein Traumjob sei? „Bestimmt“, ist sie sicher.