Sperrgitter auf Semmering aufgestellt. Weil auf dem Semmering am Christtag trotz erhöhter Präsenz der Exekutive, entsprechender Durchsagen und Schilder die geltenden Covid-19-Abstandsregeln "nicht immer eingehalten" worden seien, hat die Gemeinde am Samstag reagiert.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 26. Dezember 2020 (10:32)

In der Früh wurden laut Bürgermeister Hermann Doppelreiter (ÖVP) 250 Sperrgitter aufgestellt. Zudem appellierte der Ortschef an die Gäste, ausschließlich offizielle Parkplätze zu verwenden.

Die am Christtag sehr stark frequentierte Rodelwiese auf der sogenannten Panhanswiese wurde mit Sperrgittern abgesichert und ist demnach nur mehr für eine begrenzte Personenanzahl zugänglich, teilte Doppelreiter mit. "Wir werden kontrollieren, wer das Areal betritt. Wenn das nicht funktionieren sollte, werden wir morgen (am Sonntag, Anm.) ganz absperren." Die Rodelwiese beim Soldatenfriedhof sei bereits geschlossen.

"Es ist für uns nicht möglich zu beurteilen, wer in einem gemeinsamen Haushalt lebt. Aber so wie gestern konnte es nicht weitergehen", betonte der Bürgermeister in einer Aussendung. Die 250 Sperrgitter würden es "ermöglichen, nur eine bestimmte Personenanzahl in die Areale einzulassen".

Aufgrund der Covid-19-Bestimmungen haben die Seilbahnen ihre maximale Gästeanzahl um mehr als die Hälfte reduziert, Tickets müssen im Vorhinein online gekauft werden. Zutritt zu den Skigebieten und deren Parkplätzen setzt ein gültiges Ticket voraus. "Dieses Konzept der Kontingentierung funktioniert, wird jedoch durch das wilde Parken entlang der Landesstraße unmittelbar nach der Landesgrenze in der Steiermark ausgehebelt. Ich fordere die Exekutive auf, verstärktes Augenmerk auf die Verkehrssicherheit in diesen Bereichen zu legen", so der Semmeringer Ortschef.