Personal-Debatte in Neunkirchens Stadt-FPÖ. Regina Danov wurde zwar als Obfrau bestätigt, nun melden sich aber gleich mehrere Kritiker zu Wort.

Von Christian Feigl und Philipp Grabner. Erstellt am 16. April 2019 (05:01)
FPÖ
Regina Danov

Turbulente Tage in der FPÖ-Stadtpartei: Nachdem Regina Danov im Rahmen eines außerordentlichen Stadtparteitages als Obfrau bestätigt wurde, ergaben NÖN-Recherchen, dass die Wahl nicht ganz so friktionsfrei ablief, wie ursprünglich in einer Aussendung kommuniziert. Nicht nur Danov, auch der Jurist Marcus Berlosnig interessierte sich für den Posten.

privat
Marcus Berlosnig

Schließlich habe man sich aber, so Jürgen Handler, geschäftsführender FPÖ-Bezirksparteiobmann, auf Danov als Wahlvorschlag geeinigt. Sie wurde dann auch mit großer Mehrheit wiedergewählt. Berlosnig aber zeigte sich nach dem Stadtparteitag gegenüber der NÖN verärgert und enttäuscht, übte heftige Kritik an Danov und ihrem Team. So spricht er unter anderem von „mumifizierten Parteifossilien“, die in ihrer „Einsichtsfähigkeit leider bereits stark eingeschränkt“ seien oder davon, dass sich die Stadtparteiführung damit begnüge, „am Bahnhof Kipferl zu verteilen und Mundartgedichte zu reimen“. Er hasse „eierlose Politik“ und sei daher wohl nicht in seinem Wahlvorschlag unterstützt worden, ist sich Berlosnig sicher. Nicht zuletzt zweifelt er auch die ordnungsgemäße Abwicklung der Wahl an.

Danovs Reaktion fällt knapp aus: Es sei schade, dass Berlosnig nun so enttäuscht reagiere, man habe ihm die Mitarbeit aber herzlich angeboten, so die Stadtparteichefin gegenüber der NÖN. Damit aber nicht genug, meldeten sich am Wochenende weitere Kritiker der Stadtparteichefin zu Wort, forderten gar ihre Absetzung als Obfrau.

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