Prozess gegen Vater in Wiener Neustadt. Nach dem Tod seines vier Monate alten Sohnes muss sich ein 20-Jähriger am Donnerstag in Wiener Neustadt vor Gericht verantworten.

Von APA Red. Erstellt am 05. Juni 2019 (21:30)
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Der Vater soll das Baby Ende Oktober 2018 geschüttelt haben, der Säugling starb rund zwei Wochen später im Krankenhaus. Die Anklage lautet auf Körperverletzung mit tödlichem Ausgang, der Mann bestreitet die Vorwürfe.

Der Säugling hatte in der Nacht auf den 30. Oktober 2018 in der Wohnung seines Vaters in Neunkirchen geschlafen. Der 20-Jährige soll das Baby laut Staatsanwaltschaft mit beiden Armen vor sich in die Luft gehalten und mehrfach schnell vor und zurück bewegt haben. Das Opfer erlitt laut Gutachten ein Schädel-Hirn-Trauma mit Blutung in die Schädelhöhle und Blutungen im Gehirn mit wässriger Hirnschwellung. Der Bub starb am 14. November im Krankenhaus in Folge einer Atem- und Hirnlähmung. Der Angeklagte wird sich laut seinem Verteidiger Wolfgang Blaschitz nicht schuldig bekennen. Sein Mandant stelle jedwedes vorsätzliche Handeln in Abrede, teilte der Rechtsanwalt auf Anfrage mit.