Große Trauer um ältesten Zöberner Gemeindebürger. Leopold Heißenberger ist im Alter von 102 Jahren gestorben. Zeit seines Lebens war ihm seine Familie stets ein großes Anliegen.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 20. Januar 2021 (10:24)
Leopold Heißenberger verstarb im Alter von 102 Jahren.
Philipp Grabner

Egal, ob es anlässlich seines 65-jährigen Ehejubiläums war oder zum 100. Geburtstag. Leopold Heißenberger freute sich stets, wenn die NÖN in seinem Haus in Kampichl zu Gast war. Da plauderte der frühere Landwirt über dies und das, brachte heitere Geschichten dar, vor allem aber erzählte er von den schweren Kriegsjahren. „Wenn ich jetzt anfange zu erzählen, werde ich wohl nicht fertig“, hatte er 2016 in einem Interview schmunzelnd gemeint.

Vor wenigen Tagen ist Heißenberger, Zöberns ältester Gemeindebürger, im 103. Lebensjahr gestorben. Hinter ihm liegt ein bewegtes Leben: Geboren 1918, starb sein Vater, als er fünf Jahre alt war. Im Jänner 1940 rückte er ein, verlor durch eine Granate eine Hand. 1952 heiratete er seine Gattin Marianne, gründete eine Familie – vier Kinder, 13 Enkelkinder und 17 Urenkelkinder folgten.

Neben der Landwirtschaft war ihm vor allem seine Familie ein Herzensanliegen. „Am liebsten verbrachte er Zeit mit seinen Kindern, Enkeln und Urenkeln. Dabei liebte er es, bei Kaffee und Kuchen von den unglaublichsten Erlebnissen aus seinem Leben zu erzählen“, erinnert sich die Familie an Heißenberger zurück. Abseits der Familie ließ er auch die NÖN und damit ein großes Publikum an seinen Erlebnissen teilhaben – Erzählungen, die fehlen werden.