Pichelbauer neuer Gefängnis-Seelsorger in Schwarzau. Wiener Neustadts Dompropst Karl Pichelbauer ab September tätig: „Insassen brauchen jemanden, der ihnen zuhört.“

Von Mathias Schranz und Mathias Schranz. Erstellt am 10. April 2020 (05:29)
Die Justizanstalt in Schwarzau am Steinfeld.
Steindy,

Die Zeichen bei Karl Pichelbauer stehen auf Veränderung: Der Dompropst von Wiener Neustadt wird im Spätsommer in Pension gehen. Dann bleibt für den gebürtigen Kirchschlager Zeit für neue Aufgaben: Er wird als Seelsorger im Frauengefängnis Schwarzau tätig sein. „Ich war das schon früher in Korneuburg, deswegen ist es kein Neuland für mich.“ Der einzige Unterschied sei, dass er damals in einem Untersuchungshaft-Gefängnis tätig war, „in Schwarzau werde ich es mit den schwereren Fällen zu tun haben“, meint er.

Karl Pichelbauer, derzeit nochDompropst.
Franz Baldauf

Aus seiner Erfahrung weiß er: „Auch im Gefängnis werden Menschen gebraucht, die einem zuhören und mit denen man über alles reden kann. Es geht um Sorgen und Ängste – darüber reden tut den Insassen sicher gut“, sagt der Geistliche.

Ab dem 1. September wird er einmal pro Woche vor Ort sein, „wenn es gewünscht wird, werde ich auch eine Messe abhalten“, erklärt der 72-Jährige.