Neue Wildbachbegeher an LFS Warth ausgebildet. Diese Woche fand der schriftliche Teil der Prüfung zum Wildbachgegeher bzw. zur Wildbachbegeherin im Mehrzwecksaal der Fachschule Warth statt. Zuvor galt es die praktische Ausbildung in Kleingruppen zu absolvieren. Dabei wurden Wildbäche inspiziert und teilweise auch begangen.

Von Schulpartner NÖN/BVZ. Erstellt am 13. Mai 2021 (17:39)
Prüfungsvorsitzender Karl Lobner (Mitte) und die neuen WildbachbegeherInnen
Usercontent, Jürgen Mück

„26 SchülerInnen des dritten Jahrgangs der Fachrichtung Landwirtschaft bestanden die Prüfung mit Bravour. Die WildbachbegeherInnen sind nun berechtigt selbstständig im Auftrag der Gemeinden die Begehung von Wildbächen durchzuführen. Laut dem Forstgesetz und dem NÖ Forstausführungsgesetz sind die Gemeinden verpflichtet geschulte Fachleute zur Beobachtung von Wildbächen einzusetzen, die jährlich eine Begehung vorzunehmen“, betont Fachlehrer Karl Lobner, der den Prüfungsvorsitz innehatte. „Anrainer werden über mögliche Gefahren umgehend informiert, denn sie sind verpflichtet die Ufer instand zu halten. Dies ist ein effizientes Frühwarnsystem zur Verringerung des Katastrophenrisikos“, so Forstmann Lobner. Seit sieben Jahren wird den SchülerInnen diese Zusatzausbildung angeboten.

Die Aufgabe der WildbachbegeherInnen ist die Vorbeugung von Naturkatastrophen. Dabei gilt es mögliche Gefahren schon früh zu erkennen und schnell zu reagieren. Die gefürchteten Folgewirkungen von starken Gewittern, wie Verklausungen und Geschiebeablagerungen von Wildbächen, können so weitgehend vermieden werden.
Ausbildungsschwerpunkte sind die Wildbachkunde, die Beurteilung von Gefahrenquellen, die Errichtung von Wildbachbauwerken und ihre Funktion sowie rechtliche Grundlagen. Die Ausbildung wird in Zusammenarbeit mit der Wildbach- und Lawinenverbauung, einer Dienststelle des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit, Tourismus und Regionen durchgeführt.
- Artikel von Jürgen Mück