Zwar kostenlos, aber sicher nicht umsonst. „Kost nix-Laden“ soll Wegwerf-Trend entgegenwirken. Geöffnet ist das neue Geschäft in Edlitz jeden Freitag zwischen 16 und 19 Uhr.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 24. März 2021 (03:12)
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In ihren Brotberufen sind Marianne Lakinger und Katharina Handler als Kindergartenhelferin beziehungsweise Drogistin tätig – in ihrer Freizeit engagieren sie sich für den „Kost nix-Laden“ in Edlitz.
Philipp Grabner, Philipp Grabner

Einst wanderten hier Brotlaibe, Semmeln oder Topfengolatschen über die Theke. Heute wird in den einstigen Räumlichkeiten der Bäckereien Ernst und Breitsching gebrauchten Gegenständen eine zweite Chance geschenkt. Die Rede ist vom „Kost nix-Laden“ in der Ortsmitte (Markt 18), der jeden Freitag zwischen 16 und 19 Uhr seine Pforten öffnet. Und der Name ist hier Programm: Alle Artikel können kostenlos mitgenommen werden.

Hinter dem Projekt stehen etliche ehrenamtliche Helfer – als Spitze fungieren Marianne Lakinger und Katharina Handler. Bei einem Kleiderbasar der Katholischen Jugend sei einst die Idee zu einem solchen Geschäft entstanden, erklärt Handler: „Marianne hat darauf in der Zeitung von sogenannten ,Kost nix-Läden‘ gelesen und unser Interesse war geweckt“, verweist die 21-Jährige auf ihre Kollegin. Die Idee hinter der Initiative ist schnell erklärt: In dem Geschäft können gebrauchte, aber noch verwendbare Waren abgegeben werden – kostenlos werden sie schließlich an die Kunden weitergegeben. „Oft haben Leute ihr Gewand nicht einmal ordentlich an, ehe sie es schon weggeben. Hier wollen wir Abhilfe schaffen und die Lebensdauer wertvoller Sachen verlängern“, so Lakinger.

Der Reinerlös geht an den Verein „stopp-HSP“, der sich für die Forschung eines seltenen Gendefekts stark macht. Eine offizielle Shop-Eröffnung steht Corona-bedingt übrigens noch aus.