75 Bäumen droht die Kettensäge. In Neunkirchen werden 75 Föhren aus Sicherheitsgründen gefällt – sie sind alt und krank.

Von Christian Feigl. Erstellt am 10. Februar 2021 (05:55)
Diese Baumzeile aus alten Föhren entlang des Spazierwegs muss aus Sicherheitsgründen entfernt werden.
Christian Feigl

Die Bezirkshauptstadt und ihre Bäume – eine seit Jahren unendliche wie gleichsam sensible Geschichte. Nun sollen hinter dem Bereich der Freizeitanlage der „Siedlerbuam“ in der Blätterstraßensiedlung in einem Erholungsgebiet die nächsten Bäume der Säge zum Opfer fallen.

Und zwar gleich an die 75 Stück, wie ÖVP-Bürgermeister Herbert Osterbauer gegenüber der NÖN bestätigt. Diese säumen einen Spazierweg, der hinter der Anlage der „Siedlerbuam“ Richtung Blätterstraße führt. Und weil dort auf einem Privatgrundstück viele Föhren bereits geschädigt sind und aus Sicherheitsgründen gefällt werden müssen, wurde auch die Stadtgemeinde von der Bezirkshauptmannschaft auf die drohende Gefahr aufmerksam gemacht und die fachliche Empfehlung ausgegeben, diese gleich mit umzuschneiden.

Bei den betroffenen Bäumen handelt es sich um meterhohe und bereits alte Föhren, die den beliebten Spazierweg auch optisch von den angrenzenden Siedlungshäusern trennen. „Sie sind bereits über 100 Jahre alt und leiden am Kieferntriebsterben. Da dadurch auch Umsturzgefahr besteht und somit Spaziergänger und auch die angrenzenden Gärten und Häuser der Siedlung gefährdet sind, haben wir diese Empfehlung zum Umschnitt ausgegeben“, heißt es in einem Schreiben der Bezirksforstbehörde an die Stadt. Generell würden sich die Bäume bereits in einem sehr schlechten Zustand befinden, es sei deshalb zudem auch nur eine Frage der Zeit, bis sie für den Borkenkäfer im wahrsten Sinne des Wortes zu einem gefundenen Fressen werden würden.

Es gebe zwar auch die Möglichkeit, ein paar Bäume stehen zu lassen, aber davon wird abgeraten: Weil die neue Konstellation dann für Windböen noch viel anfälliger wäre. Aus all diesen Gründen will man sich bei der Stadt an die Empfehlung halten: „Es wäre nicht zu verantworten, dass etwa ein Spaziergänger durch einen umstürzenden Baum zu Schaden kommt“, so der Stadtchef. Das sieht auch der Obmann der „Siedlerbuam“, Gerhard Klambauer, so: „Ich habe mit dem Umschnitt kein Problem und bin eigentlich froh, dass die Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt werden.“ So habe er in der Vergangenheit beobachten können, dass bereits einige der Bäume immer schiefer stehen würden und auch Äste heruntergefallen sind: „Da geht die Sicherheit dann klar vor!“ Und weil die kommenden Wochen als eine besonders windanfällige Zeit gelten, will man den Umschnitt auch so rasch als möglich über die Bühne bringen: „Das soll bereits in zwei Wochen passieren“, nennt der Bürgermeister Details.