Alle Triftwege werden saniert. Obwohl mit dem Ergebnis alle zufrieden sind, gibt es politische Nachwehen. Stadt investiert 670.000 Euro.

Von Christian Feigl. Erstellt am 15. Mai 2019 (05:00)
Stadt
Michael Dittrich (Fa. Swietelsky), Alois Faustbeck (Bauhof), Bgm. Herbert Osterbauer, Baudirektor Christian Humhal und Bauhofleiter Gregor Bartl beim Triftweg zwischen B 17 und Blätterstraße.

Jetzt wird in die Hände gespuckt! Nach dem eineinhalbstündigen Straßenbaugipfel in der Vorwoche ist klar, wohin die Reise in den kommenden Wochen geht: Neben der Sanierung der beiden Triftwege nach Mollram und Peisching, sowie der Verbindungstrift zwischen B 17 und der Blätterstraße, werden auch der Kautz weg, die Gerhartlpromenade und die Fahrbahn am Holzplatz gemacht. Zudem wird das Radwegprojekt in der Blätterstraße realisiert. Rund 670.000 Euro lässt sich die Stadtgemeinde alle Vorhaben kosten.

„Es war ein sehr ein konstruktives Gespräch und ich bin froh, dass wir diese Lösungen ausarbeiten konnten“, bilanziert ÖVP-Stadtchef Herbert Osterbauer positiv. Neben ihm waren auch Grüne-Vize Martin Fasan, SPÖ-Infrastrukturstadtrat Günther Kautz sowie Stadtamtsdirektor Robert Wiedner und Baudirektor Christian Humhal beim Gipfel anwesend. Auch Kautz ist mit den Ergebnissen zufrieden: „Es freut mich, dass etwas gemacht wird, nachdem wir es jahrelang gefordert haben. Ob das jetzt ein Wunder ist oder mit den Gemeinderatswahlen im kommenden Jahr zusammenhängt, entzieht sich meiner Kenntnis“, kann er sich einen Seitenhieb nicht verkneifen und feierte die Ergebnisse auch groß auf der SPÖ-Facebookseite im Internet ab.

Debatte über „gfeanzte Art“

Was wiederum dem Bürgermeister gar nicht gefiel. Er spricht von einer „gfeanzten Art“, mit der Kautz verbal zu Werke gehen würde: „Das werde ich ihm auch persönlich sagen, dass mir das nicht gefallen hat!“ „Gfeanzt ist das gar nicht, es ist einfach die Wahrheit, dass wir die Umsetzung jahrelang gefordert haben. Das ist schon auf meinem Mist gewachsen und das lasse ich mir sicher nicht wegnehmen“, so Kautz.

Mit den ersten Sanierungsarbeiten wurde übrigens bereits in der Vorwoche begonnen. Und zwar mit dem Verbindungsstück zwischen der B 17 und der Blätterstraße, „ab dem Guglhupf“, wie Osterbauer die dortige Überführung der Südbahn bezeichnet. Hier ist die Stadtgemeinde Nutznießer der aktuellen Sanierung der B 17 im Bereich zwischen Hofer und Spitzkreuzung, die vom Land durchgeführt wird: „Das Abriebmaterial wird weiterverwendet und am Triftweg aufgetragen“, erklärt Osterbauer.

Feigl
SPÖ-Infrastrukturstadtrat Günther Kautz freut sich, dass nach Drängen alle drei Triftwege saniert werden.

„Das freut mich wirklich, allerdings haben wir das schon seinerzeit bei der Sanierung der Blätterstraße angeregt, dass man dieses Material für den Triftweg nimmt“, ist Kautz verwundert, warum eine solche Lösung plötzlich doch möglich ist. Mit dem restlichen Abrieb der B 17 sollen auch die Oberflächen des Kautzweges und der Gerhartl-promenade gestaltet werden – „das ist vor allem für Spaziergänger und Radfahrer wichtig“, so Osterbauer.

So rasch als möglich soll dann die Fahrbahn am Holzplatz erneuert werden. Statt der Pflastersteine, die bereits gefährliche Spalten aufweisen, wird die Oberfläche der Fahrbahn allerdings nur asphaltiert. Und auch die beiden Triftwege nach Peisching und Mollram stehen noch heuer am Arbeitsprogramm: „Genauen Zeitpunkt gibt es noch nicht, da wir hier noch einige Details klären müssen“, weiß Osterbauer.

Groß ist auch die Freude bei Grüne-Vizebürgermeister Martin Fasan: „Dass der Radweg in der Blätterstraße – er wird stadtauswärts auf der rechten Seite errichtet – realisiert wird, ist uns ein großes Anliegen.“ Die dementsprechenden nächsten Beschlüsse sollen in der Junisitzung des Gemeinderats gefasst werden. Fasan geht davon aus, dass der Radweg während der Sommermonate gebaut wird. Kosten: rund 300.000 Euro.