Neunkirchen

Erstellt am 29. Dezember 2018, 10:26

von Tanja Barta

Aufgetaucht: Lebenszeichen von Hamidullah. Über zwei Monate galt der 14-jährige Asylberechtigte als vermisst. Zu Weihnachten meldete er sich bei seiner Familie.

Hamidullah S. ist auf eigene Faust wieder zurück nach Afghanistan.  |  privat

Die Erleichterung rund um den vermissten Hamidullah S. ist groß. "Ich bekam am 25. Dezember den Anruf von seinem Bruder, dass er sich bei ihnen gemeldet hat", erzählt Hamidullah's Ex-Lehrerin Heidi Prüger. Den 14-Jährigen scheint so großes Heimweh geplagt zu haben, dass er unbedingt zurück nach Afghanistan wollte. Seiner Familie hat er von diesen Plänen jedoch nichts gesagt.

Kann Haus nicht verlassen

Momentan lebt Hamidullah bei einer befreundeten Familie. Gut geht es ihm laut Heidi Prüger jedoch nicht: "Er hat seinem Bruder unter Tränen gesagt, dass er wieder zurück möchte und dass er nicht das Haus verlassen kann, weil er in so großer Gefahr ist." 

Der Durchbruch bei der Spurensuche dürfte letztlich nach einem Hinweis des Bruders gelungen sein: „Der Bruder war am Christtag noch einmal bei uns auf der Polizeiinspektion und hat uns einen entscheidenden Hinweis gegeben“, so Bezirkspolizeikommandant Johann Neumüller, der froh ist, dass der abgängige Bub aufgespürt werden konnte. Wie er nach Afghanistan gelangen konnte, ist allerdings noch unklar: „Da sind wir gerade am Erheben. Fest steht aber, dass so etwas kein Einzelfall und auch ab und zu schon vorgekommen ist!“

Wie groß die Sorge um Hamidullah aber weiterhin ist und wie der Minderjährige nach Afghanistan gelangt ist, kann man in der nächsten Printausgabe der NÖN Neunkirchen sowie im ePaper lesen.