Baustoffmangel: Zubau der VS Mühlfeld wird teurer. Die Projektkosten könnten um 800.000 Euro steigen. Auch zeitliche Verzögerung - Eröffnung nicht vor Herbst 2023.

Von Christian Feigl. Erstellt am 16. Juni 2021 (05:35)
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Die Volksschule Mühlfeld bekommt einen Zubau. Der wird allerdings teurer –und auch zeitlich verzögert sich das Projekt.
Christian Feigl, Christian Feigl

Eigentlich war für den Zubau um rund sechs Millionen Euro bei der Volksschule Mühlfeld bereits alles angerichtet: Doch Corona-bedingte Lieferengpässe am Baumarkt und dadurch erhöhte Preise bringen das Projekt etwas ins Strudeln.

ÖVP-Stadtchef Herbert Osterbauer ist jedenfalls beunruhigt: „Wir werden jetzt einmal die Ausschreibungen für den Herbst vorbereiten und hoffen, dass wir jemanden zu vernünftigen Konditionen finden. Aber eines ist schon jetzt klar, billiger wird es nicht werden!“ Parallel dazu möchte man auch schauen, ob es beim Projekt Möglichkeiten zum Abspecken gibt: „Ins Detail möchte ich da aber noch nicht gehen!“ Falls dies nicht möglich sei, „wird man halt in den sauren Apfel beißen müssen“, so der Stadtchef. Er schätzt, dass sich das Projekt aufgrund der angezogenen Preise um etwa 800.00 Euro verteuern könnte. Auch beim Zeitplan ist mittlerweile von einer Verzögerung auszugehen: Osterbauer rechnet derzeit erst mit einer Eröffnung im Herbst 2023.

„Sonst werden wir halt in den sauren Apfel beißen müssen!“ Herbert Osterbauer

Bei der SPÖ ist man von den Problemen nicht überrascht: „Das wundert mich nicht, die Preise in der Baubranche haben überall extrem angezogen“, äußert Infrastrukturstadtrat Günther Kautz Verständnis für die Situation. Gleichzeitig hofft er, dass sich die Lage zu Jahresende beruhigen wird. Kautz rät im Notfall, die Preise nach dem Bauboom 2022 noch einmal neu auszuverhandeln. Im schlimmsten Fall könnte er sich auch eine Verschiebung des Zubaus vorstellen. „Das eine Jahr wird jetzt nicht entscheidend sein.“ Eine komplette Verschiebung kann sich wiederum Osterbauer schwer vorstellen.

Bei dem Projekt wird der moderne dreigeschossige Zubau mit dem Altbestand verbunden, für die Planung zeichnet das Neunkirchner Architekturbüro „MIA“ verantwortlich. Der Neubau wird insgesamt Platz für bis zu acht Klassenräume und einen Hortbetrieb verfügen. Dahinter soll eine kleine Turnhalle angebaut werden. Garderoben für Schüler und Lehrer sowie Direktion und Lehrerzimmer, eine Bibliothek und ein Werkraum ergänzen den geplanten Zubau.

Trotz der Probleme gibt es auch gute Nachrichten: Beim Altbestand werden im Sommer alle Fenster ausgetauscht. „Das wurde mit dem Bundesdenkmalamt so abgeklärt, das auch einen Großteil der Kosten dafür übernimmt“, erklärt Osterbauer.