Bei Unfall dem Tod entronnen: Feier für Lebensretter . Ein Jahr nach seinem schweren Verkehrsunfall lud Manfred Baba seine damaligen Lebensretter zu einer ganz besonderen Feier zum Mostheurigen Simon ein.

Von Christian Feigl und Thomas Wohlmuth. Erstellt am 22. Mai 2019 (04:30)
Thomas Wohlmuth
Ehefrau Barbara Baba, Georg Ittner vom UKH Meidling, Ersthelferin Daniela Schmoll, Manfred Baba, TöchterchenLara, die Notfallsanitäter Simone Göth und Sebastian Bele.

Es war der Pfingstmontag vor einem Jahr, der das Leben des damaligen SPÖ-Sportstadtrats Manfred Baba nicht nur völlig auf den Kopf stellte, sondern es auch komplett änderte: Bei einem Verkehrsunfall in Ternitz, bei dem sein Sportwagen von einem Traktor gerammt worden war, erlitt Baba schwerste Kopfverletzungen und musste mehrmals reanimiert werden. Nach einem mühsamen und steinigen Weg zurück ins Leben (die NÖN berichtete), der noch immer nicht beendet ist, dankte Baba am Samstag mit einem großen Fest seinen Rettern.

Sichtlich bewegt und mit leiser Stimme nutzte Manfred Baba die Gelegenheit, nochmals seinen zahlreichen Lebensrettern zu danken: „Ich freue mich, heute mit euch hier sein zu können, da mein Leben im wahrsten Sinne am seidenen Faden gehangen ist. Ich feiere heute meinen ersten Geburtstag in meinem zweiten Leben.“

Insgesamt waren 30 Personen eingeladen, von der Ersthelferin über die beteiligten Feuerwehren Rohrbach, St. Johann und Mahrersdorf und die Beamten der Polizeiinspektion Ternitz bis hin zum Rettungsteam und den beteiligten Ärzten.

Besonders bewegt war Baba, dass Georg Ittner, der damals im Dienst befindliche Unfallchirurg im Unfallkrankenhaus Meidling, zu der Feier gekommen war. Der Mediziner erklärte, dass bei Manfred Baba die Rettungskette perfekt funktioniert habe und betonte die enorme Bedeutung der Ersthelfer für sein Überleben. So sei er bereits innerhalb von eineinhalb Stunden nach dem schrecklichen Unfall im UKH Meidling auf dem Operationstisch gelegen, was eine fast übermenschliche Leistung aller Beteiligten darstellte.

Schwere Zeit durchgemacht

Der ehemalige Stadtrat erzählte allen an seiner Rettung Beteiligten auch von der schweren Zeit, die er seither durchmacht. „Ich war im letzten Jahr insgesamt nur vier Monate zu Hause, acht Monate war ich entweder im Krankenhaus oder auf Reha, erst vergangene Woche bin ich wieder von einem Reha-Aufenthalt zurückgekommen. Es hat alles sehr viel Training erfordert, ich musste ja alles wieder erlernen. Aber ich bin froh, dass es mir inzwischen wieder so gut geht“, berichtete Manfred Baba sichtlich bewegt. Aber er erzählte auch davon, dass er in Meidling viele andere Patienten erlebt hätte, denen es noch schlechter gegangen wäre.

Daniela Schmoll war als Ersthelferin unmittelbar nach dem Unfall zur Stelle, sie freute sich bei der Feier genauso wie die Notfallsanitäter Simone Göth und Sebastian Bele, dass es Manfred Baba nach den tragischen Ereignissen vor einem Jahr wieder besser geht: „Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir heute hier sein können.“