Beschwerde über Lärm bei Waschanlage. Eine Anrainerin prangert den Lärm bei der Waschanlage an der B 17, speziell in der Nacht, an. Der Betreiber kennt das Problem: „Tun alles dagegen, was nur möglich ist!“

Von Philipp Grabner. Erstellt am 05. September 2017 (05:00)
Die betroffene Waschanlage an der Bundesstraße B 17.
Grabner

Jene Dame, die in der Vorwoche in der NÖN-Redaktion Platz nimmt, ärgert sich: Als Anrainerin fühle sie sich von den Vorgängen bei der Waschanlage an der Bundesstraße B 17 massiv gestört. Vor allem nachts tauchen die Probleme auf: Laute Musik, Lärm, Autolenker, die sich nicht an die geltenden Verkehrsrichtlinien halten.

„Ich bin entsetzt. Aber die Situation ist seit die Anlage dort ist so“, schildert die Frau. Im Übrigen ist sie der Meinung: „Um viertel elf am Abend muss man doch wirklich nicht mehr sein Auto waschen!“

Auch Bürgermeister Herbert Osterbauer (ÖVP) kennt die Situation: „Am Tag gibt es überhaupt keine Probleme, aber nachts immer wieder in regelmäßigen Abständen.“ Vor allem in den Sommermonaten sei die Lage schlechter, die Polizei habe aber ein wachsames Auge auf den Bereich, so der Stadtchef.

Kein Waschen zwischen 0 und 5 Uhr

Ähnlich formuliert es auch Stadtwachekommandant Herbert Kostal. Gespräche mit Anrainern hätten ergeben, dass sich bei der Anlage junge Leute treffen würden, die ihre Runden drehen, die Reifen zum Quietschen bringen und laute Musik spielen. Die Polizeiinspektion Neunkirchen sei daraufhin um verstärkte Überwachung ersucht worden, so Kostal zur NÖN.

Stefan Posch, Geschäftsführer und einer der drei Inhaber der MEWEST GmbH, betont gegenüber der NÖN, dass man äußerst bemüht sei, derartige Vorfälle zu vermeiden: „Wir haben auf die Beschwerden, die schon mal an uns herangetragen wurden, sofort mit Schildern reagiert.“

Außerdem: Zwischen 0 und 5 Uhr früh sei das Waschen ohnehin nicht möglich, die Beleuchtung sei nur deshalb eingeschalten, um Vandalismus oder Einbrüchen vorzubeugen. „Wenn wir diverse Vorfälle beobachten, sind wir rigoros.“ Die Idee, Sitzgelegenheiten bei der Anlage einzubringen, habe man verworfen: „Bewusst, um Situationen wie diese zu vermeiden!“