Die Arbeitsmarkt-Situation bleibt angespannt. Anzahl der Menschen auf Jobsuche sinkt zwar, bleibt aber laut Neunkirchens AMS-Chefin Claudia Schweiger „zu hoch“.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 08. April 2021 (04:23)
Symbolbild
APA (dpa)

Auf den ersten Blick geben die aktuellen Arbeitslosenzahlen Grund zum Optimismus: Genau ein Jahr nach Ausbruch der Corona-Krise sinkt die Arbeitslosigkeit erstmals wieder unter das Niveau des Vorjahres. Mit Ende März zählte das Arbeitsmarktservice Neunkirchen 3.764 Personen auf Jobsuche, um 19,1 Prozent weniger als im Vorjahr.

AMS Neunkirchen; Illustration: Zentangle/Shutterstock.com; NÖN-Grak: Gastegger

Doch der Rückgang sei großteils ein „Basiseffekt“, ergänzt AMS-Leiterin Claudia Schweiger: „Da der Vergleichswert Ende März 2020 mitten in den ersten Lockdown fällt.“ Rechnet man die Teilnehmer an Schulungen hinzu, waren im März gegenüber dem Vorjahresmonat um 812 Personen weniger Personen beim AMS registriert, ein Rückgang von fast 16 Prozent. „Nach zwölf Monaten Corona-Pandemie sinkt die Arbeitslosigkeit zwar, bleibt aber weiterhin hoch. Der Rückgang bei den Arbeitslosenzahlen, besonders bei den Jugendlichen, zeigt uns aktuell ein etwas positiveres Bild als noch vor einigen Wochen“, analysiert Claudia Schweiger.

Augenmerk lege man auch darauf, die Langzeitarbeitslosigkeit einzudämmen, ergänzt die Arbeitsmarktservice-Leiterin. Generell bleibe die Situation angespannt, erfreulich aber sei, dass dem AMS wieder mehr offene Stellen gemeldet werden: Im März lag die Zahl bei 405, ein Plus um knapp 17 Prozent zum Vorjahr 2020.