Diethard Dögl: „Besser impfen als sterben“. Im Landespflegeheim Neunkirchen wurden die ersten Personen gegen Corona geimpft: Diethard Dögl ist einer von ihnen – die NÖN sprach mit ihm, natürlich am Telefon.

Von Christian Feigl. Erstellt am 13. Januar 2021 (05:12)
Diethard Dögl, im Bild mit Direktorin Anita Perchtold, will schon bald wieder seine geliebten Runden alleine im Stadtpark drehen.
privat

Diethard Dögl freut sich. Und das mit gutem Grund: Der Bewohner des Landespflegeheims war eine der ersten Personen im Bezirk Neunkirchen, die eine Corona-Impfung erhalten haben.

„Als ich das Angebot bekommen habe, war für mich rasch klar, dass ich es annehmen werde“, erzählt der 62-Jährige im Gespräch mit der NÖN. Nach mehreren schweren Schlaganfällen, die ihn in den Rollstuhl gezwungen haben, ist Diethard Dögl seit fünf Jahren im Pflegeheim bestens aufgehoben. „Natürlich habe ich mich vorher beim Pflegepersonal noch genau erkundigt, aber für mich als Risikopatient ist es, auch wenn es vielleicht hart klingt, ganz klar: Besser impfen als sterben“, so seine deutlichen Worte.

Das Prozedere selbst nahm der gebürtige Wiener Neustädter, der die letzten 40 Jahre im Neunkirchner Bezirk gelebt hat, unaufgeregt wahr: „Ich war nicht nervös, denn es ist ja nichts anderes als eine Grippeimpfung. Es hat nicht wehgetan und ich hatte auch keine Nebenwirkungen!“ Auf die zweite Impfdosis, die notwendig sein wird, freut er sich bereits: „Dann kann ich endlich wieder in meinem geliebten Stadtpark unbesorgt meine Runden drehen!“

Wenn Dögl an die Coronaleugner oder Maskenverweigerer denkt, dann schießt in ihm kurz Wut hoch: „Ich verstehe nicht, wie man eine solche Krankheit auf die leichte Schulter nehmen kann. Das ärgert mich wirklich.“

Nur ein positiver Fall im Pflegeheim

Übrigens: 46 weitere Bewohner des Landespflegeheims haben es Dögl gleich getan und sich bereits impfen lassen. Weitere 28 Bewohner und 37 Personalkräfte werden in den kommenden Tagen noch folgen: „Die Impfbereitschaft ist bei uns sehr hoch“, freut sich auch Direktorin Anita Perchtold über die große Disziplin im Haus. Aktuell gebe es nur eine infizierte Person: „Da sind wir zufällig bei den Testungen draufgekommen!“ Diese befinde sich in Hausquarantäne.

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