Luke Andrews: „Hatte viel Freude beim Traktorfahren“. Ö3-Chartstürmer Luke Andrews über seine bisherige Karriere, seinen zweiten Berufswunsch und seine neueste Single.

Von Anna Nitica, Zoey Wally und Leo-Joel Zwazl. Erstellt am 21. Juli 2019 (04:56)
Philipp Grabner
Luke Andrews mit Teilnehmer Joey.

Seine Hits laufen zwischen jenen von Katy Perry oder „Seiler und Speer“ auf Ö3, er spielt eigene Konzerte, beim Donauinselfest, als Gast in ORF-Sendungen oder – im Herbst – beim Neunkirchner Stadtfest. Der 26-jährige Luke Andrews aus Feistritz am Wechsel hat im letzten Jahr die heimische Musikszene ordentlich aufgewirbelt. Nicht nur mit seinem Hit „Coming Home“, auch mit den Songs „Happy Day“ oder „Laura“. Im Rahmen des Ferienspiels der NÖN stand Luke Andrews den Teilnehmern Rede und Antwort.

NÖN: Lieber Luke, wie bist du eigentlich auf deinen Künstlernamen gekommen?

Luke Andrews: Ich war mit meinem Freund und Bassisten Tom Traint ja ein Jahr lang in London. Und wir dachten uns, wenn wir als „Lukas Ehrenhöfer-Projekt“ nach London gehen, dann macht das wahrscheinlich wenig Sinn. Deshalb habe ich meinen zweiten Vornamen, Andreas, genommen und das „verenglischt“– und daraus wurde dann Luke Andrews.

Was war dein großer Durchbruch in deiner Musikkarriere?

Luke: Der Durchbruch war wahrscheinlich voriges Jahr im März, als wir unsere erste Single „Coming Home“ veröffentlicht haben. Der Radiosender Ö3 hat den Song dann in sein Programm aufgenommen, hat das sehr schnell verbreitet und dadurch konnten wir sehr viel spielen und sind in Österreich viel herumgekommen.

Hast du einen ganz besonders großen Fan?

Luke: Ja, es gibt einen Fan, der aber von sehr vielen österreichischen Künstlern der größte Fan ist. Der ist immer und überall dabei – ich freue mich auch immer, wenn er dabei ist.

Du hast in deinem letzten NÖN-Interview auch von einer „musikalischen Spur“, die du hinterlassen möchtest, gesprochen. Was meinst du damit genau?

Luke: Unser erstes Album, das wir im Vorjahr im Herbst veröffentlicht haben, heißt „Leave A Trace“. Und „Leave A Trace“ bedeutet für uns quasi, eine musikalische Spur im Leben zu hinterlassen. Das wollen wir mit unserem Album schaffen, den Menschen etwas Musikalisches mitzugeben, das sie nicht so schnell wieder vergessen.

Welche Musik magst du am Liebsten?

Luke: Country-Pop. Das ist im Moment meine Lieblingsmusik. Das ist in Amerika angesiedelt, da gibt es die Country Pop-Band „Zac Brown-Band“, das sind unsere größten Vorbilder, von denen wir uns sehr viel abgeschaut haben. Wer mir auch sehr viel Spaß macht, ist Jack Johnson. Das ist ein hawaiianischer Musiker und der macht die richtige Musik zum Surfen. Eine gemütliche Musik, die ich gerne mag.

Wie kam es eigentlich dazu, dass du Musik machst?

Luke: Ich mache schon mein ganzes Leben Musik. Meine Eltern sind sehr musikalisch, mein Papa hat die Musikschule in Kirchberg geleitet.

Was wärst du geworden, wenn du nicht Sänger geworden wärst?

Luke: Bauer. (lacht) Meine Großeltern haben einen Bauernhof zuhause, und da bin ich früher mitaufgewachsen. Mir hat es irrsinnig viel Freude gemacht, dort mit dem Traktor zu fahren und die Kühe zu füttern. Das war immer sehr schön.

Worum gehts in deiner neuesten Single (diese erschien am Freitag, Anm. d. Redaktion)?

Luke: Die heißt „Something About Her“ und die habe ich in London geschrieben. Da geht es um ein Mädel, das ich im Bus treffe und das mir nicht mehr aus dem Kopf geht.

Was war dein größtes Missgeschick auf der Bühne?

Luke: Da kann ich mich an meinen allerersten Bühnenauftritt mit sieben, acht Jahren erinnern. Da gab es in Feistritz ein Faschingsfest und da war der Song von DJ Ötzi „Hey Baby“ sehr aktuell. Und diesen Song habe ich auf der Bühne gesungen und mir ist der Text nicht eingefallen. Das hab‘ ich nicht gepackt, da war ich zwei Tage später noch traurig (lacht).