Forderungen präsentiert: FPÖ setzt aufs Wohnen. Bürger unter 34 sollen in Gemeindewohnung weniger Mietzins bezahlen. Deutschkenntnisse als Voraussetzung.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 23. Januar 2020 (05:43)
Michael Schnedlitz, Regina Danov und Helmut Fiedler.
Grabner

Mit ihrem „Wohnpaket“ für Neunkirchen gingen in der Vorwoche – am Höhepunkt des Wahlkampfs – die Spitzen der städtischen FPÖ an die Öffentlichkeit. Gemeinsam mit dem designierten FPÖ-Generalsekretär und Nationalratsabgeordneten Michael Schnedlitz aus Wiener Neustadt präsentierten Spitzenkandidat Helmut Fiedler und Parteichefin Regina Danov ihre Vorschläge für leistbares Wohnen.

Frontmann Fiedler skizzierte, dass man sich zum einen für günstigen Wohnraum für junge Menschen, zum anderen auch für Senioren einsetzen wolle. „Einerseits ist es für Jungfamilien oft schwer, leistbaren Wohnraum zu finden, andererseits gibt es ältere Menschen, die gerne in eine kleinere oder im Alter komfortablere Wohnung wechseln würden“, so Fiedler. Um dies verwirklich zu können, reiche ein Blick nach Wiener Neustadt, wo entsprechende Modelle Schule gemacht hätten.

"Keine Gemeindewohnung unter Sprachniveau B1"

Konkret fordern die Freiheitlichen, dass Gemeindewohnungen für Personen bis zum 34. Lebensjahr befristet um 25 Prozent vergünstigt angemietet werden können sollen. Auch für Menschen über 60 Jahren sei ein solches Modell zielführend, zeigt sich die FPÖ überzeugt.

Schnedlitz, in Wiener Neustadt Bürgermeister-Stellvertreter und Sozialstadtrat, kündigte an, dass es in seiner Heimatstadt künftig „keine Gemeindewohnung unter Sprachniveau B1“ geben solle – und Fiedler setzte nach: „Neunkirchen sollte sich diesem Schritt anschließen.“

Am 26. Jänner erhofft sich die FPÖ ein zweistelliges Ergebnis sowie vier Mandate.