Große Aufregung um die neue Beleuchtung. SPÖ ortet nicht gesetzeskonformen Zustand nach der Umstellung. Klärende Gespräche mit Experten und Firma fixiert.

Von Christian Feigl. Erstellt am 03. Oktober 2017 (04:00)
Christian Feigl
SPÖ-Stadtrat Manfred Baba brachte mit seinen Ausführungen die Regierung, im Hintergrund Grüne-Vize Martin Fasan und ÖVP-Stadtrat Christian Gruber, zum Nachdenken.

Wenig Licht, kaum Erleuchtung. So könnte man das Ergebnis der Gemeinderatssitzung zusammenfassen, die ganz im Zeichen der Problematik mit der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf das LED-System stand.

Gewitter zerstörte 177 Beleuchtungskörper

Während die ersten beiden Seiten der Tagesordnung nicht nur in Rekordzeit abgehalten, sondern auch noch einstimmig gefasst wurden, ging es am Ende doch noch heiß her. Die SPÖ nahm die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-System genauer unter die Lupe und ortete grobe Mängel. Anlassfall für die tiefgehende Recherche von Klubobmann und Stadtrat Manfred Baba war ein sommerliches Gewitter, das 177 der 2.800 Beleuchtungskörper zerstört hatte.

„Wir waren danach mit unseren Unterlagen bei LED-Papst Professor Ernst Feldner und der hat nur noch den Kopf geschüttelt“, so Baba. Sein Parteikollege Stadtrat Günther Kautz setzte noch nach und stellte fest, dass die Beleuchtung der Stadt derzeit nicht gesetzeskonform sei. „Straßen wurden mit falschen Normen abgenommen, die Lichtstärke stimmt hinten und vorne nicht, die Beleuchtungskörper sind teilweise zu schwer für die Masten“, so Kautz.

Beweisfrage auch nächste Woche im Mittelpunkt

Und Baba ergänzte: „Man kann froh sein, dass sich noch niemand einen Stromschlag geholt hat oder Autofahrer nach einem nächtlichen Unfall auf die Idee gekommen sind, die Stadt wegen der Lichtverhältnisse zu verklagen!“ ÖVP-Stadtchef Herbert Osterbauer verwehrte sich gegen die „schlimmen Vorwürfe“, solange diese noch nicht bewiesen seien.

Und diese Beweisfrage steht auch im Mittelpunkt der kommenden Woche: Bereits am Dienstag gibt es ein Treffen der Gemeindeexperten mit der ausführenden Firma, am Tag darauf folgt eine Unterredung der Politik mit Ernst Feldner. Die NÖN hatte übrigens die ausführende Firma um eine Stellungnahme gebeten – vergeblich!

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