Gutedel schließt Pforten. Gastro-Paukenschlag / Nur mehr bis Ende August hat das Restaurant in der Hauptplatzpassage geöffnet: „Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“, so die Betreiber.

Von Christian Feigl. Erstellt am 11. August 2014 (10:57)
NOEN, Feigl
Geben nun auf: Andrea und Roman Kozeny, die mit tollen Speisen im Gutedel ihre Gäste vier Jahre lang verwöhnten.
Paukenschlag in der Neunkirchner Gastronomieszene: Das Restaurant „Gutedel“ in der Hauptplatzpassage schließt mit Ende August seine Pforten. „Wir haben gekämpft und gekämpft, aber es war keine Besserung in Sicht“, erklären Andrea und Roman Kozeny, von ihrem Entschluss sichtlich mitgenommen, die Gründe im Gespräch mit der NÖN.

Es ist letztendlich ein Teufelskreislauf, der zu der Entscheidung führt: Ausbleibende Kundschaft, hohe Miete und das Dilemma mit dem Wasserschaden im Vorjahr, wo das Lokal fast zwei Monate schließen musste, haben den Entschluss letztlich aber doch leicht gemacht: „Ich kann nicht mehr. Mich nimmt das alles schon gesundheitlich mit. Und besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“, bringt es Andrea Kozeny auf den Punkt.

„Egal ob angestellt oder selbstständig, ich bin für alles bereit“

Sie hat zum Glück bereits wieder einen Job in der Privatwirtschaft in einer Werbeagentur gefunden, die berufliche Zukunft des Gatten ist noch offen: „Egal ob angestellt oder selbstständig, ich bin für alles bereit“, so der exzellente Koch zur NÖN.

Als schwersten Fehler der Vergangenheit bezeichnen die Kozenys ihren Abschied aus dem Mühlfelderhof vor vier Jahren: „Das hätten wir nicht tun sollen. Hinterher gesehen, war das ein großer Fehler!“ Bei jenen Gästen, die ihnen die Treue auch in schweren Zeiten gehalten haben, bedanken sie sich recht herzlich. Bis 30. August läuft der Betrieb in der Hauptplatzpassage noch ganz normal weiter.