Kampf den Gackerlsündern mit neuem Maßnahmenpaket . Mit einem Maßnahmenpaket soll die untragbare Situation verbessert werden: Zusätzliche Sackerlspender, aber im Notfall wird auch zu Strafen gegriffen.

Von Christian Feigl und Philipp Grabner. Erstellt am 27. Februar 2019 (04:30)
Philipp Grabner
Beim Lokalaugenschein: Anrainer Andreas Mauser, Stadtrat Armin Zwazl, Anrainer Thomas Pichler und Vizebürgermeister Martin Fasan.

Das Hundekot-Problem in der Innenstadt ist weiterhin ein heißes Thema: Nachdem sich nicht nur Anrainer über ignorante Hundehalter öffentlichkeitswirksam beschwert hatten, gehen nun auch die Stadtverantwortlichen in die Offensive: Politik und Anrainer schnürten bei einem Lokalaugenschein in der Vorwoche ein Maßnahmenpaket, mit dem das Problem bekämpft werden soll.

„Wichtig ist uns dabei primär die Sensibilisierung der Hundehalter“

Grüne-Vizebürgermeister Martin Fasan und ÖVP-Wirtschaftsstadtrat Armin Zwazl

„Wichtig ist uns dabei primär die Sensibilisierung der Hundehalter“, erklären Grüne-Vizebürgermeister Martin Fasan und ÖVP-Wirtschaftsstadtrat Armin Zwazl. Letzterem ist vor allem die Optik, die durch die Gackerl-Sünder entsteht, ein Dorn im Auge: „Die Einfahrtsstraßen sind ein Tor zur Innenstadt, müssen dementsprechend einladend aussehen und dürfen nicht von Hundekot überhäuft sein!“

zVg

Als erste Maßnahme werden die bestehenden Gackerl von Mitarbeitern der Stadtgemeinde aus den Grünflächen-Hotspots entfernt. „Zudem werden wir in der Triester Straße bei der Niederösterreichischen Versicherung und dem Copyshop zwei Dogstations montieren, damit dort die dementsprechenden Sackerl entnommen werden können“, so Fasan und Zwazl, die gemeinsam mit Thomas Pichler und Andreas Mauser die Lösungen erarbeitet haben. Hinweistafeln, die in den Grünflächen platziert werden , sollen zusätzlich sensibilisieren.

Welche Strafen erwarten Hundehalter?

Aber auch Strafen war beim Neunkirchner „Hundekot-Gipfel“ ein Thema. „Wenn jemand ein Foto eines Hundehalters macht, der den Hundekot nicht wegräumt, kann er einen Ausdruck davon der Polizei übergeben bzw. in den dortigen Briefkasten werfen. Die Polizei kann dann weiter ermitteln“, bittet man auch um Mithilfe aus der Bevölkerung.

Dass sich diese für die Extremvariante begeistern kann, zeigte auch die aktuelle Online-Umfrage der NÖN, die sich mit dem Thema beschäftigte und nach Lösungen fragte. Mehr als 85 Prozent sprachen sich hier für die Verhängung von hohen Geldstrafen aus. Rund 10 Prozent geben sich mit einer Ermahnung zufrieden und 5 Prozent waren der Meinung, dass man graziös darüber hinwegsehen sollte. ÖVP-Stadtchef Herbert Osterbauer bekräftigte, dass es bei keiner Verbesserung der Situation nicht bei leeren Worten bleibt: „Ich appelliere noch einmal an die Vernunft der Hundebesitzer, aber wir werden nicht zurückschrecken, gegen die Sünder in Zukunft rigoros vorzugehen!“