Geldstrafe nach tödlichem Unfall. Neunkirchner Autolenker übersah beim Überholen ein entgegenkommendes Fahrzeug.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 17. Januar 2019 (04:00)
shuterstock.com/ Evlakhov Valeriy

Ende im Prozess rund um einen Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang. Ein 48-jähriger Neunkirchner hat, wie berichtet, am 31. Juli in Krumbach beim Überholen eines Traktors ein entgegenkommendes Fahrzeug übersehen und frontal zusammengekracht. Der Lenker des anderen Autos hatte den Unfall nicht überlebt, deshalb wurde der Mann wegen grob fahrlässiger Tötung angeklagt. Denn laut Staatsanwaltschaft hat der Angeklagte Sperrlinie und Sperrfläche nicht beachtet und soll außerdem von der Sonne geblendet gewesen sein.

„Ich sah den Entgegenkommenden leider nicht, es tut mir schrecklich leid.“

Der Angeklagte gab vor Gericht an, erst am Ende der Sperrlinie zum Überholen angesetzt zu haben. „Ich sah den Entgegenkommenden leider nicht, es tut mir schrecklich leid.“

Der Mann legte auch eine Skizze vor Gericht vor, die beweist, dass er zu der Zeit, etwa 9 Uhr morgens, dort gar nicht von der Sonne geblendet gewesen sein konnte.

Nachdem die Fotos der Polizei nicht klar zeigten, wo die Sperrlinie aufhört, musste der Prozess vertagt werden, um diese Frage zu klären. Am zweiten Prozesstag konnte von Verteidiger Ernst Goldsteiner klar bewiesen werden, dass die Sperrlinie schon zu Ende war. „Fotos haben die Aussage meines Mandanten bestätigt. Überholen war dort erlaubt. Damit war es keine grob fahrlässige, sondern eine fahrlässige Tötung. Nichtsdestotrotz tut dieser Vorfall meinem Mandanten wirklich extrem leid, vor allem auch für die Angehörigen des Opfers!“ Der Angeklagte erhielt eine Geldstrafe.