Nach Straftatenserie schärfere Gesetze gefordert. Österreichische Sicherheitspolitik wurde am Donnerstagnachmittag in der Polizeiinspektion Schwarzau am Steinfeld, einer kleinen und beschaulichen Pittentalgemeinde im Bezirk Neunkirchen, gemacht.

Von Tanja Barta und Christian Feigl. Erstellt am 24. August 2017 (18:16)
Christian Feigl
Innenminister Sobotka fordert rasches Handeln.

ÖVP-Innenminister Wolfgang Sobotka war nach einem Serieneinbruch im benachbarten Pitten und einem brutalen Raubüberfall auf eine Familie in Kirchschlag, Bezirk Wiener Neustadt, höchstpersönlich gekommen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Gemeinsam mit Parteikollegen und Nationalrat Hans Rädler sowie LAbg. Hermann Hauer forderte er aus diesem Grund auch eine rasche Umsetzung des Sicherheitspolizeigesetzes: „Wir brauchen eine Autokennzeichenerfassung, Videoüberwachung und Registrierung bei Handywertkarten, um im Kampf gegen die Kriminalität über noch bessere Werkzeuge verfügen zu können“, so der Tenor. Von den 9.000 Einwendungen sei nur 56 inhaltlicher Natur. „Das andere waren alles politisch gesteuerte Musterbriefe, um zu verhindern und zu verzögern!“

Untermauert wurden die Forderungen von Pittens Ernst Mairinger, dem letzten Opfer einer Tätergruppe, die in dessen Gärtnerei eingebrochen war. „So kann es nicht weitergehen, ich sorge mich um meine Kinder und Enkelkinder“, appellierte der Unternehmer auch an verstärkte Grenzkontrollen. Beim  Einbruch in seine Firma entstand zum Glück nur geringer Schaden: „100 Euro sind weg, der Sachschaden ist da weit höher!“ Auch beim Fußball- und Tennisverein im Ort machten sich die Täter zu schaffen. Immerhin - „wir haben eine heiße Spur, die Ermittlungen werden aber noch längere Zeit in Anspruch nehmen“, so Postenkommandant Johann Grabner.

Gleichzeitig wurde beim Besuch des Innenministers auch die Aktion „Gemeinsam Sicher“ beworben. Wie bereits berichtet sollen Exekutive und Bevölkerung künftig eng zusammenarbeiten und so auch das subjektive Sicherheitsgefühl innerhalb der Bevölkerung wieder stärken.