Nachtstreifen wieder aufgenommen. Nach den jüngsten Vandalismusvorfällen werden konkrete Maßnahmen im Stadtpark gesetzt.

Von Christian Feigl. Erstellt am 22. August 2019 (03:45)
shutterstock.com/Adamsov

90 Minuten dauerte der Sicherheitsgipfel im Rathaus, zu dem die Stadtführung am Mittwoch Vertreter der Bundes- und Stadtpolizei sowie der politischen Fraktionen nach den jüngsten Vandalismusvorfällen geladen hatte.

„Es war ein sehr konstruktives Gespräch, auch wenn einige Dinge aufs Tablett kamen, die mit dem Sicherheitsthema nichts zu tun hatten“, resümiert ÖVP-Stadtchef Herbert Osterbauer. Als Beispiel nannte er etwa die Hundekot- oder Müllproblematik.

Neunkirchens Bezirkspolizeikommandant Johann Neumüller konnte in der Runde darlegen, dass das subjektive Sicherheitsgefühl oft nicht mit dem objektiven übereinstimme: „Ja, es gibt Vandalismus und Drogenkriminalität, aber zum Glück keine schweren Verbrechen oder Gewalttaten!“ Dennoch nehme man die Sorgen und Anliegen sehr ernst und werde in den nächsten Wochen gemeinsam mit der Stadtpolizei vermehr ein Auge auf Einrichtungen wie den Stadtpark werfen.

Nachtstreifen min. bis zum Stadtfest

Zusätzlich wird die Stadtpolizei, die ja aus Spargründen seit Jahren nur noch Tagdienst versieht, auch zumindest bis zum Stadtfest wieder Nachtstreifen durchführen: „Sollte der Bedarf gegeben sein, werden wir das auch ausweiten“, so der Stadtchef.

Bei der SPÖ und den Grünen begrüßt man die Maßnahme, mahnt aber auch zur Vorsicht, dass „man das Thema nicht hochschaukeln dürfe“, so Stadtrat Günther Kautz und Vizebürgermeister Martin Fasan.

Bei der FPÖ ist man mit der Durchführung zufrieden: „Sicherheit gibt es nicht auf Vorrat und nicht zum Nulltarif, das heißt, Sicherheit muss uns Neunkirchnern etwas wert sein“, so Vizeobmann Helmut Fiedler. Die FPÖ wolle jedenfalls dran bleiben: „Wir wünschen uns einen Folge-Sicherheitsgipfel in etwa drei Monaten, um die nun angestoßenen Maßnahmen nicht aus den Augen zu verlieren!“