Neuer FPÖ-Mandatar will den Ton angeben. Markus Lorenz übernimmt den Sitz von Helmut Fiedler. Der studierte Musiker will „nicht nörgeln, sondern selbst mitarbeiten“.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 30. Juli 2021 (04:43)
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Freut sich auf die zusätzliche Unterstützung: Stadtparteichefin Regina Danov mit dem designierten Gemeinderat Markus Lorenz. Er folgt auf den zurückgetretenen Helmut Fiedler.
Grabner, Grabner

Nach dem überraschenden Rücktritt von Helmut Fiedler aus dem Gemeinderat stellt sich der dreiköpfige FPÖ-Klub neu auf: Markus Lorenz tritt das politische Erbe Fiedlers an, der für das Bundesheer einen dreijährigen Auslandsaufenthalt absolviert. Angelobt wird Lorenz in der Gemeinderatssitzung im Herbst.

Thematisch will der gebürtige Neunkirchner vor allem den Bereichen Sicherheit, Sport sowie Kultur und Musik Aufmerksamkeit widmen. Was Letzteres betrifft, hat der 40-Jährige, der einst gemeinsam mit Helmut Fiedler die Schulbank drückte, viel Erfahrung: Lorenz hat Querflöte studiert und arbeitet im Servicebereich für Profi-Musikinstrumente. Sein Beweggrund, Fiedlers Gemeinderatsmandat zu übernehmen? „Ich will nicht nörgeln, sondern selbst mitarbeiten“, erklärt Lorenz im persönlichen NÖN-Gespräch – und ergänzt: „Ich bin seit 13 Jahren selbstständig und stehe mitten im Leben – daher habe ich auch Zeit, mich einzubringen und mitzuarbeiten.“

Vorschusslorbeeren für ihren designierten Gemeinderatskollegen gibt es von Stadtparteiobfrau Regina Danov: „Markus Lorenz und ich haben eines gemeinsam – wir tragen beide unser Herz auf der Zunge und sich authentisch!“ Gemeinsam mit Lorenz, aber auch mit Klubobmann Willi Haberbichler wolle man in nächster Zeit „unsere Themen“ weiterverfolgen, wie Danov sagt – nicht zuletzt auch die Realisierung einer Hundefreilaufzone: „Man kann gegebene Versprechen nicht einfach abstreifen“, erklärt Danov dazu.

Den Rückzug von Helmut Fiedler bezeichnet Danov übriggens als „herben Verlust“: „Wir haben uns meist ohne Worte verstanden!“ Mit ihm gemeinsam entwickelte Initiativen wie „Talk am Bankerl“ wolle man aber jedenfalls weiterführen.